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Neukirchen-Vluyn/Krefeld

Neukirchen-Vluyn/Krefeld
Links: Das Luftbild entstand über der Gemeinde Ascheberg im südlichen Münsterland. Unten: Philippe Held und Timo Angenendt lieferten trotz ihrer Jugend eine erstaunliche Leistung ab.
Neukirchen-Vluyn/Krefeld. Das Wetter meinte es gut mit den Mitgliedern des Vereins für Segelflug Krefeld, als sie nun zu ihrem jährlichen "Kappes"-Vergleichsfliegen starteten. Die Thermikbedingungen auf dem Egelsberg, hart an der Grenze zwischen Neukirchen-Vluyn und Krefeld, waren ideal. Das "Kappes"-Fliegen ist der erste Teil der Niederrheinmeisterschaft im Streckensegelflug, dabei standen die Nachwuchspiloten im Mittelpunkt. Von Stefan Gilsbach

Zwei davon sind Philippe Held aus Krefeld-Traar und Timo Angenendt aus Neukirchen-Vluyn, beide 18 Jahre alt. Der Verein hebt sie in seinem Bericht besonders hervor. Man sei "ganz stolz" im VfS Krefeld auf die jungen Himmelsstürmer: "Gemeinsam flogen sie im Kappes-Wettbewerb mit dem doppelsitzigen Hochleistungssegler vom Typ DG 505 Orion. Ein zweiter Platz am ersten Wertungstag, ein deutlicher Tagessieg am dritten und ein vierter Platz am letzten Wertungstag reichten am Ende zum zweiten Platz in der Gesamtwertung. Dies ist umso beachtlicher, da am zweiten Wertungstag sogar auf einen Flug verzichtet wurde."

Ebenfalls im Starterfeld war das VfS-Schüler-Lehrer-Team mit der jungen Lisa Froese aus Krefeld Traar und Matthias Kleinenhammann (Fluglehrer) aus Essen. Ihnen gelangen zwei Tagessiege und ein vierter Platz. Leider bescherte der dritte Wertungstag eine frühe Außenlandung in der Nähe von Nettetal-Lobberich, so dass der undankbare vierte Gesamtplatz erflogen werden konnte.

Wohl jeder hat bei einem Spaziergang am Egelsberg schon zugesehen, wie die Flugzeuge auf der Hochfläche starten und landen. Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz mit einer Graspiste von rund 640 Meter Länge für Motor-Flugzeuge und einer 800 Meter langen Graspiste die für motorlosen Segler. Der Verein für Segelflug Krefeld hat rund 80 Mitglieder. Sein Flugzeugpark umfasst zwei moderne doppelsitzige Segelflugzeute vom Typ Grob G 103 "Twin III Acro" sowie drei Einsitzer, ein Motorflugzeug Robin DR 300 sowie ein Ultraleichtflugzeug vom Typ FK 9. Die Geschichte der Segelflieger auf dem Egelsberg reicht lange zurück. Schon seit 1912 sollen Piloten die Erhebung genutzt haben. Der Krefelder Aero-Club wurde 1950 gegründet, bereits zwei Jahre später starteten vom Egelsberg die ersten Segelflieger. Zugleich wurde das Areal von den englischen Streitkräften als Übungsplatz genutzt.

Wer selbst das Segel- und/oder Ultraleichtfliegen erlernen und die Welt von oben erleben möchte, für den ist jetzt, zu Beginn der Flugsaison 2016, ein idealer Zeitpunkt. Am besten Kontakt zum VfS Krefeld aufnehmen. Informationen zur Flugausbildung (die schon ab 14 Jahren oder auch noch im Rentenalter möglich ist) oder zum Vereinsleben gibt der VfS Krefeld gerne. Für persönliche Informationen stehen die Mitglieder gerne samstags von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr am Flugplatz Krefeld-Egelsberg in Krefeld-Traar (dort meist am Windenstart) zur Verfügung.

Telefonisch geben Ansgar Heitkamp (02151 565494) und Thomas Wiehle (02845 4223 bzw. 0151 18858135) vorab gerne Auskunft.

Quelle: RP
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