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Neukirchen-Vluyn
Norbert Röttgen spricht bei der MIT

Neukirchen-Vluyn: Norbert Röttgen spricht bei der MIT
Norbert Röttgen spricht bei der MIT in Neukirchen-Vluyn von "einem dramatischen Umbruch" in der Welt. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Beim "Politischen Frühstück" redet der Minister a.D. über Herausforderungen.

Griechenland, Syrien, China und die Ukraine - das "Politische Frühstück" der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Neukirchen-Vluyn stand in diesem Jahr unter einem internationalen Aspekt. Rund 170 Mitglieder und Freunde der CDU-nahen Vereinigung waren gestern in das örtliche Sport- und Freizeitzentrum Klingerhuf gekommen, um in geselliger Runde einem gut einstündigen Vortrag von Norbert Röttgen, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, zur Rolle Deutschlands in der politisch und wirtschaftlich globalisierten Welt zu lauschen.

Eine zurzeit nicht ganz leichte Rolle, wie der CDU-Politiker gleich zum Auftakt betonte. "Unsere Welt ist derzeit in einem dramatischen Umbruch. Staaten zerfallen, Tausende von Menschen sind auf der Flucht, und in Europa herrscht ein bisher nie da gewesener Staatsegoismus. Was können wir tun, um diese Welt besser zu machen?" Die Antworten, die er dazu in seinem Vortrag zu bieten hatte, waren vielschichtig.

So schlug er unter anderem als Lösung für das augenblickliche Flüchtlingsproblem eine Förderung der Wirtschaftskraft in den Herkunftsländern selber vor. Speziell in Afrika sei in naher Zukunft mit einer enormen Explosion des Bevölkerungswachstums zu rechnen, prognostizierte er und verlangte in diesem Zusammenhang eine größere Bereitschaft zur Solidarität zwischen den EU-Ländern, aber auch zwischen Berlin, den einzelnen Länderregierungen und den Kommunen: "Kommunen, die Flüchtlinge bei sich aufnehmen, haben einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung."

Eine ähnlich klare Meinung hatte er auch zum Thema Griechenlandhilfe. Hier befürwortete er ohne Einschränkungen die letzte Entscheidung des Bundestages. "Unsere politische Stabilität gründet sich in unserer wirtschaftlichen Stärke. Dazu brauchen wir ein stabiles Europa. Es aus der Krise zu führen und zu festigen, ist eine unserer derzeit größten Aufgaben."

(lang)
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