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Neukirchen-Vluyn
NRW-Tanzmeisterschaft: "Ich bin vorher noch immer nervös"

Neukirchen-Vluyn. Bereits zum zweiten Mal richtete die Neukirchen-Vlü-Ka-Ge im Sport- und Freizeitpark Klingerhuf ein Tanzturnier für die Internationale Interessengemeinschaft für den Tanzsport (IIG) aus. "Diesmal sogar eine NRW-Meisterschaft", freute sich Tanzwart André Schellen. Bereits vergangenes Jahr sammelte die Mannschaft bei der Ausrichtung eines Qualifikationsturniers Erfahrungen. "Davon haben wir sehr profitiert. Damals hatten wir knapp 55 Starts. Diesmal sind es knapp 100 Auftritte und drei Mal so viele Aktive mit ihren Familien und Fans", sagt Schellen. Am Abend, so die Prognose, hatten rund 1000 tanzbegeisterte Gäste den Klingerhuf besucht. Für Jörg Thiem, Präsident der Neukirchen-Vlü-Ka-Ge, eine respektable Leistung mit Außenwirkung: "Wir konnten verschiedene logistische Abläufe optimieren, so dass wir von einen reibungslosen Ablauf sprechen."

Die Teilnehmer der Meisterschaft kommen sogar aus Thüringen, Hessen und aus Rheinland-Pfalz sowie den Niederlanden. Die junge Teams sind im Alter vier bis 15 Jahren, kommen aus Tanzschulen und Karnevalsgesellschaften. Über 16-Jährige zählen bereits zur Seniorenklasse. Ein Heimspiel hatte Leonie Schmidt. Die 13-Jährige kommt aus Neukirchen-Vluyn. "Meine erste Meisterschaft überhaupt, das ist ganz schön aufregend", erzählt sie.

In der Badmintonhalle, die sich in eine große Umkleide verwandelt hatte, war die Anspannung vor den Auftritten spürbar. "Eigentlich sollten wir Erwachsene Vorbilder sein. Ich bin immer noch vorher nervös", sagt dazu Karola Blakowiak (57) vom TSV Nettetal. Sie ist Trainerin des Fördervereins und als Tänzerin noch aktiv. "Der Tanz integriert und fordert unsere Kinder und Jugendlichen, die von Haus aus kein oder wenig Geld haben. Über unseren Förderverein können sie teilnehmen. Sie lernen, dass sich ihr Training mit solchen Turnieren richtig lohnt." Im Saal selbst herrschte bei den Auftritten der Tanzclubs beinahe Partystimmung auf der Bühne. Die Richter hatten ein kritisches Auge auf choreografische Finessen. Für André Schellen, Jörg Thiem und ihre Helfermannschaft ein Beweis dafür: Alles läuft rund. Thiem: "Die intensive Vorbereitungszeit nach dem strengen Reglement einer NRW-Meisterschaft hat sich schon jetzt gelohnt."

(sabi)
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