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Neukirchen-Vluyn
Ohne Beschluss: Sonderausschuss wird zum Fiasko

Neukirchen-Vluyn. Wie das sprichwörtliche Schießen zu Hornberg ist gestern die Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses zu Ende gegangen. Eigentlich sollten die Fraktionsvertreter sich auf ein Verkehrskonzept für den Ortskern von Neukirchen einigen. Die SPD hatte einen entsprechenden Antrag vorbereitet. Es wurde jedoch kein Beschluss gefasst, nach rund einer Stunde meldete André Landskron (Fraktion FDP/Piraten) Beratungsbedarf an. Daraufhin erklärte Kurt Best für die CDU, seine Fraktion habe ebenfalls die Vorlage nicht geschlossen beraten können und sei für ein Verschieben der Abstimmung. Die Vertreter der SPD reagierten konsterniert. Sie könne verstehen, sagte die Fraktionsvorsitzende Elke Buttkereit, wenn Bürger angesichts solcher Vorgänge kein Verständnis mehr aufbrächten. Auch Karin Fetzer (Bündnis 90/Grüne) kritisierte den Aufschub: Schließlich sei man sich in wesentlichen Fragen doch einig. Gerd Lück, der baupolitische Sprecher der Sozialdemokraten, wies auf den knappen Zeitplan hin. Die CDU befragte den technischen Beigeordneten Ulrich Geilmann, der erklärte, es sei noch früh genug, in der nächsten turnusgemäßen Sitzung am 8. Juni einen Beschluss zu fassen.

Von Anfang an hatte in der Sitzung ein gereizter Ton geherrscht. Die CDU warf der SPD vor, die Sondersitzung ohne vernünftige Absprache anberaumt zu haben, obwohl der Termin für viele CDU-Vertreter unpassend gewesen sei. Die SPD verwahrte sich dagegen.

(s-g)
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