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Neukirchen-Vluyn
Porsche-Kaffeeklatsch am Averdunkshof

Neukirchen-Vluyn: Porsche-Kaffeeklatsch am Averdunkshof
Achim Fischer, der zusammen mit dem Gastronom Dirk Mensel das Treffen organisierte, kam gestern aus dem Staunen nicht raus. Alles, was den Hausnamen Porsche trägt, fuhr vor. Angefangen von der Rotnase, dem Traktor Porsche Junior aus den 1950er Jahren, bis zu historischen wie jungen Porsche-Fabrikaten. FOTO: creich
Neukirchen-Vluyn. Zum zweiten Mal trafen sich Porsche-Begeisterte rund um den Averdunkshof in Neukirchen. Das Orga-Team um Achim Fischer und Dirk Mensel zeigte sich begeistert. Es ist fast ein familiäres Treffen. Von Sabine Hannemann

Die Faszination Porsche erlebten die Besucher vom Averdunkshof in Neukirchen hautnah mit. Schon vor dem eigentlichen Start, Punkt zwölf Uhr, rollten die ersten Porsche auf den Platz. Und so sollte es bis in den sonnenverwöhnten Nachmittag beim zweiten Porsche-Kaffeeklatsch bleiben. Achim Fischer, der zusammen mit dem Gastronom Dirk Mensel das Treffen organisierte, kam aus dem Staunen nicht raus. Alles, was den Hausnamen Porsche trägt, fuhr vor. Angefangen von der Rotnase, dem Traktor Porsche Junior aus den 1950er Jahren, bis zu historischen wie jungen Porsche-Fabrikaten. Alle samt sorgten für die so genannten Benzingespräche, wie das Fachsimpeln am Modell genannt wird.

170 waren es im letzten Jahr, bei der Premieren-Veranstaltung. "250 lautet mein neues Ziel, das ich anstrebe", freute sich Achim Fischer. Er fährt seit einigen Jahren einen Porsche, ein Kindheitstraum hat sich für den Angestellten erfüllt. Die Begeisterung mit anderen zu teilen, ist für ihn die Motivation, das unkomplizierte Treffen zu organisieren. "Spaß an der Technik und ihre Weiterentwicklung sind bei Porsche das Faszinierende. Ich bin generell von Technik fasziniert", sagte er und räumt zugleich mit einem Vorurteil auf. Die Familie der Porschefahrer-Familie steht für Leidenschaft und Genuss, wie schon Modeschöpfer Armani festgestellt habe. Wie bei Kleidung passe ein Auto einfach zur Persönlichkeit des Fahrers. "Es macht einen Unterschied, ob ich Opel oder Porsche fahre", sagt der Bottroper Peter Keitgen, der seit 1987 Porsche fährt. "Man spürt beim Fahren das Auto." Dirk Mensel, Pächter vom Averdunkshof und Mitorganisator, besitzt zwar keinen Porsche, ist ihn jedoch schon gefahren. "Da steigt das Adrenalin", beschreibt er das Gefühl. "Das ist eben nicht irgendein Auto, sondern ein Mythos." Das Treffen sei familiäre, das Netzwerk funktioniere. "Wir haben in den Wochen zuvor immer wieder erlebt, dass Porsche-Fahrer sich den Veranstaltungsort angeschaut haben", so Mensel. Mit dabei Karim Rifnaat mit einem 911er, Modell 930 Turbo, Baujahr 1987, in Topzustand.

"Eigentlich bin ich BMW-infiziert", gibt er zu. Abgeben würde er seinen Zweisitzer nicht. "Der Porsche steht für Präzision, für Wertigkeit und sorgt beim Fahren für Grenzbereiche", so Rifnaat. "Schon Rennfahrer Walter Röhrl wusste, Porsche reicht bis ans Limit, ohne dass etwas kaputt geht." 260 km/h und mehr in der Spitze seien nicht die Herausforderung, sondern die Wahrnehmung des Umfeldes bei dieser Geschwindigkeit. Sohn Karim (17) macht gerade den Führerschein und ist begeisterter Beifahrer. Bei den Benzingesprächen geht es um die Beschleunigung von Null auf 100 km/h in sensationellen 4,5 Sekunden, um luft- und wassergekühlte Motoren und andere Besonderheiten. Peter Fischer aus Bottrop schwärmt von seinem ersten Porsche, einem so genannten Ölklappenmodell.

Die Serie erschien zu Beginn der 1970er Jahre auf dem Markt. Heute fährt er einen 911er mit Luftkühlung. "Schlüssel rumdrehen, geht gut, brummt gut. Da stehen die Nackenhaare hoch", beschreibt er das Fahrgefühl.

Quelle: RP
 
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