| 00.00 Uhr

Neukirchen-Vluyn
RAG: So geht es weiter auf Niederberg

Neukirchen-Vluyn: RAG: So geht es weiter auf Niederberg
Oben: Luftbild mit dem ehemaligen Förderrad und dem Blick auf die Wohnquartiere nördlich der Niederrheinallee. Das Quartier III entsteht gerade, die Grundstücke für das Quartier IV werden im Frühjahr 2017 vermarktet. Am Ende sollen insgesamt rund 900 Menschen in den vier Quartieren wohnen. Rechts: Die Übersichtskarte mit den unterschiedlichen Nutzungen der Areale auf dem ehemaligen Zechengelände. FOTO: Christoph Reichwein
Neukirchen-Vluyn. Die Projektleitung für die Entwicklung des alten Zechengeländes hat die Pläne für die kommenden Monate vorgestellt. Das Gewerbegebiet südlich der Niederrheinallee ist bald völlig erschlossen, das Wohnquartier IV wird 2017 vermarktet. Von Stefan Gilsbach

Auf dem Gelände der ehemaligen Zechen Niederberg ist in den vergangenen Jahren ein neues Viertel entstanden. Gebuddelt und gebaut wird immer noch auf dem Land, das von der RAG Montan Immobilien vermarktet wird. Gestern informierten Projektleiter Ralf Hüttemann und Projektsteuerer Stephan Beckers über das, was in den nächsten Monaten vor Ort geschehen soll - sowohl nördlich der Niederrheinallee, wo Wohnquartiere entstanden sind, als auch südlich, wo Gewerbe angesiedelt werden soll.

Die Politik in Neukirchen-Vluyn hatte in den vergangenen Jahren gelegentlich gemurrt, im Süden der Fläche tue sich zu wenig. Hüttemann trat diesem Eindruck gestern entgegen. Ein Hemmnis für die Erschließung der Flächen sei der Rückbau der Enni-Fernwärmeleitung gewesen, das sei jedoch bald ausgeräumt. Derzeit würden die Gewerbegebietsflächen aufbereitet, das heißt, auf Endhöhe gebracht, außerdem arbeite die Lineg an der Renaturierung des Hugen- und Ophülsgrabens. Kurz gesagt, die Gewerbe- und Mischgebietsflächen Süd/West seien bald komplett erschlossen. 37.700 Quadratmeter davon seien bereits vermarktet worden, 78.400 Quadratmeter stünden noch zur Verfügung. Auf akuten Bedarf bei Ansiedlungen habe man bereits reagiert. "Wir werden eine Vermarktungsoffensive für Niederberg starten", kündigte Hüttemann an.

Das Wohnquartier III nimmt allmählich Gestalt an, nun nimmt die RAG Montan Immobilien das vierte Quartier ins Visier. Im November 2016 soll es eine Infoveranstaltung für Interessenten geben, in März oder April 2017 soll dann mit einer Vermarktungsveranstaltung der Verkauf der Grundstücke beginnen. Dann müsste die Planung , den die Politik voraussichtlich im September absegnen wird, rechtskräftig sein. Bislang sind die Grundstücke wie die sprichwörtlichen Semmeln weggegangen. "Die Menschen sind hier sehr frei beim Hausbau, es gibt wenig Vorschriften bei der Gestaltung", sagt Stephan Beckers. Allerdings seien die Quadratmeterpreise mit der Zeit etwas gestiegen, räumt Hüttemann ein. Schließlich habe die RAG viel Geld in die Entwicklung des rund 80 Hektar großen einstigen Zechengeländes gesteckt.

Die Fläche südlich der Niederrheinallee wird durch das Landschaftsband in ein westliches und einen östliches Gebiet geteilt. Die Planung für die Süd-Ostfläche ist bislang noch nicht detailliert festgelegt. Im dritten oder vierten Quartal des laufenden Jahres soll es einen Workshop zur Findung erster planerischer Leitlinien geben. Als so gut wie sicher gilt, dass es in dieses Gebiet keine direkte Einfahrt von der Niederrheinallee geben wird, wie sie die Karte ausweist. "Dazu müsste die Bahntrasse der Niag gequert werden", erläutert Ralf Hüttemann. "Am westlichen Knotenpunkt gab es dafür eine Ausnahmegenehmigung. Die wird es für den östlichen Knotenpunkt höchstwahrscheinlich nicht geben. Das heißt, Verkehrsteilnehmer müssten gegenüber der Einfahrt zur Straße Dicksche Heide abbiegen, wenn sie ein Ziel auf der Süd-Ostfläche anfahren möchten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neukirchen-Vluyn: RAG: So geht es weiter auf Niederberg


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.