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Neukirchen-Vluyn
Rayener Feuerwehr feiert drei Tage lang

Neukirchen-Vluyn: Rayener Feuerwehr feiert drei Tage lang
Vereint in kölscher Schunkelstimmung: Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rayen-Hochkamer-Vluynbusch und viele ihrer Unterstützer feierten drei Tage lang den Geburtstag der Wehr. Hier beim Konzert im Zelt. FOTO: kdi
Neukirchen-Vluyn. 90 Jahre Feuerwehr: Die "Räuber" spielten im Festzelt, es gab Mühlen-Kölsch vom Fass, und die Stimmung war bestens. Von Birgit Lameyer

Die Löschgruppe Rayen-Vluynbusch-Hochkamer hat am Wochenende ihr 90-Jähriges Bestehen gefeiert. Das Jubiläumswochenende startete am Freitag mit einem großen Umzug durch bunt geschmückte Straßen (Wir berichteten). Zwischen 250 und 300 Feuerwehrleute und Mitglieder der ortsansässigen Vereine liefen gemeinsam nach Hochkamer, eine Trinkpause wurde beim Löschgruppenführer eingelegt. Später marschierten sie in das Festzelt auf der Vluyner Straße ein.

Dort hatten die 33 Mitglieder eine besondere Überraschung: sie gingen auf die Bühne und führten ein Medley auf, das sie vorher in einem Tonstudio eingeübt hatten. "Es ist ein tolles Erlebnis, wenn du die Hände hochreißt und die anderen mitmachen", sagt Löschgruppenführer Markus Haase, für den das Medley der Höhepunkt des Abends war. "Das ganze Zelt hat getobt, es wusste ja keiner."

Ohnehin sei der ganze Abend ein voller Erfolg gewesen. Das Festzelt war beinahe ausverkauft, 600 Leute feierten. Schon lange hatten sich alle auf den "Kölschen Abend" am Freitag it kölschsprachigen Bands gefreut.

Am Samstag zeigte die Feuerwehrjugend gemeinsam mit der Ehrenabteilung, wie man einen Küchenbrand löscht. Mehrere Küchenschränke wurden gemeinsam mit Holz angezündet, erklärte einer der jungen Freiwilligen. Dann wurde mit historischen und mit modernen Geräten gelöscht.

Für die Kleinen gab es ein Karussell und eine Hüpfburg. Auch durften sie die Fahrzeuge der Wehr besichtigen.

Unter den vielen Gästen war auch das älteste Mitglied des Löschzugs: Wilhelm Ingendahl (92), genannt Patt, ist seit 75 Jahren bei der Feuerwehr. Hauptfeuerwehrmann Georg Bäumel nutzte das Jubiläum auch, um seine Festschriften gegen Spenden abzugeben. Er sammelte Geld für den Verein "Paulinchen", der brandverletzten Kindern hilft. "Mit der Planung für dieses Fest haben wir vor einem Jahr begonnen", sagt der Löschgruppenführer. Zuerst wurde abgestimmt, ob im kleinen Rahmen oder ganz groß gefeiert wird. Die Mannschaft habe sich für ein Festzelt entschieden.

Ein fünfköpfiges Organisationsteam übernahm die Planung. Ohne die Hilfe der Bürger wäre das Fest aber wohl nur halb so schön geworden. Markus Haase lobte die Kranzgemeinschaften, die kilomerterlange Straßenzüge mit Blumen schmückten: "Nur wenige Dörfer grigen so etwas hin." Etwa 5000 kleine Birken wurden mit bunten Bändern und tausenden Kreppblumen geschmückt. Die Mittel bringen die Kranzgemeinschaften selber auf. Zum Dank werden sie heute zur Fassleerung eingeladen, versprach er. Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Nach Kaffee und Kuchen klang das Wochenende bei Musik und Dämmerschoppen aus.

(BL)
 
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