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Neukirchen-Vluyn
Realschüler stellen Jubiläums-Projekte vor

Neukirchen-Vluyn: Realschüler stellen Jubiläums-Projekte vor
Die Schüler zeigten stolz die Ergebnisse aus 15 kreativen Projekten, mit denen sie sich beschäftigt hatten. FOTO: K. Dieker
Neukirchen-Vluyn. 50 Jahre nach ihrer Gründung und drei Jahre vor ihrer Schließung feierte die Theodor-Heuss-Realschule am Freitag ihr goldenes Jubiläum mit einem besonderen Festtag. Die Schule startete 1967 mit 69 Schülern. Von Ulrike Rauhut

Mit einem riesigen Kuchenbuffet und einer Tombola wurden Eltern und Gäste im Eingangsbereich der Schule empfangen. Schulleiterin Marion Schürmann erinnerte in ihrer Begrüßungsansprache an die Anfänge der Schule: Sie startete 1967 mit 69 Schülern, einem Schulleiter und zwei Lehrerinnen. Die 39 Jungen und 30 Mädchen wurden noch getrennt unterrichtet. Standort war zunächst die St.-Barbara-Schule an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße, bevor dann im Jahr 1969 der moderne Neubau an der Tersteegenstraße bezogen wurde. Die Schülerschaft wuchs rasch an, so dass die Schule bald vierzügig lief und zweimal durch einen Anbau erweitert werden musste. Mit dem letzten Entlassjahrgang 2020 werden dann rund 4500 Schüler ihren Abschluss an der Realschule gemacht haben.

Der stellvertretende Bürgermeister Kurt Best betonte in seinem Grußwort, dass es dem Rat schwer gefallen sei, den Abschied vom dreigliedrigen Schulsystem zu beschließen. Es sei jedoch der ausdrückliche Elternwille gewesen, dass es zukünftig nur noch die Gesamtschule neben dem Gymnasium geben solle. Vor zwei Jahren hat die Gesamtschule in den Räumlichkeiten der THS ihren Betrieb aufgenommen.

Bei aller Wehmut gab es für die verbliebene Schulgemeinde mit 290 Schülern und 30 Lehrern viel Grund, um stolz zu sein: So konnten die Ergebnisse aus 15 kreativen Projekten präsentiert werden, mit denen sich die Schüler in den Tagen zuvor beschäftigt hatten. In der Küche waren fleißig Kuchen gebacken und Marmeladen gekocht worden.

In einer Holzwerkstatt waren kleine, aber perfekt funktionierende Spiele wie "4-gewinnt", ein Labyrinth-Geschicklichkeitsspiel und ein Tictactoe-Spiel, eine Art dreidimensionales Käsekästchen, entstanden. Zur "Trash-Chic"-Ausstellung luden 14 Schüler, die aus Stoffresten, Müll und Alltagsmaterialien Kleidung, Schmuck und Taschen kreiert hatten. Im Rahmen des Kulturrucksack-Projekts "Kofferbiographien" unter der Leitung professioneller Künstler hatte eine Gruppe Alltagsgeräusche aufgenommen.

Im verdunkelten Klassenzimmer wurden Bilder auf Tischplatten projiziert, die Sounds spielerisch zusammengemischt und mit verzerrten Stimmen kommentiert. Layla aus der 8c und Vanessa aus der 9b hatten sichtlich Spaß daran, mithilfe von Laptop, Mischpult und Beamer ihre audiovisuelle Performance zu zeigen. Ebenfalls mit viel Spaß zeigte eine Gruppe auf dem Schulhof eine Tanzvorführung aus ihrem Projekt "Move & Groove". Von "Pata Pata" über "Dirty Dancing" bis "Gangnam Style" reichte der Tanz mit Gruppen- und Soloauftritten.

Auf der großen Wiese hinter dem Schulhof konnte man sich beim "Action-Minigolf" versuchen: Die Schüler hatten sich eigene Spielstationen ausgedacht, Hindernisse aus Kartons und Rampen aus Sperrholz gebaut, an denen man mit Hockeyschlägern, aber auch Fußbällen oder Frisbees Punkte sammeln konnte. Gegen Abend gab es dann ein Wiedersehen mit ehemaligen Schülern und Lehrern. Als Ehrengäste trafen die beiden Lehrerinnen ein, die vor 50 Jahren unter dem ersten Rektor Heinz-Friedrich Wüsthoff die Schule aufgebaut hatten: Gisela Rasmus (82) und Marlis Bös (77) erinnern sich gerne an ihre lange Dienstzeit zurück. "Die THS - das war wie unsere Familie", sagten beiden übereinstimmend.

Quelle: RP
 
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