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Neukirchen-Vluyn
So soll das Tor zum Dorf aussehen

Neukirchen-Vluyn: So soll das Tor zum Dorf aussehen
Diese Grafik gibt einen Eindruck, wie der Bereich zwischen Mozartstraße und Alter Rathausstraße aussehen könnte. FOTO: Büro Simon & Hinze, Berlin
Neukirchen-Vluyn. Ein Berliner Büro hat beim Wettbewerb für die Gestaltung der Grünanlage an der Mozartstraße gewonnen. Von Stefan Gilsbach

Die Gewinner waren eigens aus Berlin eingeflogen, um im Foyer des Neukirchen-Vluyner Rathauses dabei zu sein. Thorsten Hinze und Helge Frevert vom Büro Simon und Hinze wurden gestern als Sieger des Architektenwettbewerbs für die Grünanlage an der Mozartstraße ausgezeichnet. Vertreter der Verwaltung und der Fraktionen nahmen an der Feierstunde teil, auch Hans-Peter Burs, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen, studierte interessiert die ausgehängten Pläne.

Diese Maßnahme ist ein Teil des Integrierten Handlungskonzeptes für das Dorf Neukirchen und daher förderwürdig. "13 Büros haben sich mit ihren Beiträgen gemeldet, vier sind in die engere Wahl gekommen", berichtete Bürgermeister Harald Lenßen (CDU) gestern. Eine Fachjury hatte die Sieger gekürt. Auf den dritten Platz kam das Düsseldorfer Büro "Scape", auf Platz zwei "Kraft.Raum" aus Krefeld. Den Siegerentwurf aus Berlin lobt die Fachjury als "in seiner Dimensionierung schlüssig gefügt". Was heißen soll: Eine einheitliche Pflasterung aus diagonal verlegten Betonsteinen soll den Platz, die Mozartstraße und die Hochstraße zu einer gestalterischen Einheit verbinden. Die Mozartstraße würde zum verkehrsberuhigten Bereich werden, allerdings bleibt die Straße von beiden Richtungen befahrbar - schließlich ist sie eine der Zufahrten zum neuen Edeka-Markt, neben der Alten Rathausstraße. Vor den Arkaden, so hoffen die Architekten, könnte der gastronomische Bereich ausgebaut werden. Wasserspiele, die aus Düsen kommen, sollen am Ausgang der Hochstraße ein Blickfang sein. Natürlich kann das Wasser abgestellt werden.

Auf dem Vorplatz des Gebäudes, in dem der Erziehungsverein seinen Sitz hat, bleiben das Ehrenmal und auch die alten Bäume unangetastet. Allerdings soll ein "Anger" aus einem wasserdurchlässigen Belag entstehen. Die Fachjury lobt weiter: "Die Anordnung der Parkplätze an der Ostseite ist verfolgenswert. Die Staudenbeete sind angemessen, der Pflegeaufwand gering." Bürgermeister Lenßen betonte, dass der Bereich zwischen Mozart-, Andreas-Bräm- und Alter Rathausstraße eine Schlüsselposition in der Entwicklung des Dorfes habe. "Er ist sozusagen das Entrée des Dorfes Neukirchen." Nun wird die Verwaltung einen Förderantrag stellen, bis Ende Dezember muss er in Düsseldorf sein. "Das kriegen wir hin", versichert der technische Beigeordnete Ulrich Geilmann. Wenn alles klappt, könnte die Umgestaltung im Herbst kommenden Jahres beginnen.

Auch ein Kritiker ist schon zur Stelle. Klaus Wallenstein, Fraktionsvorsitzender von NV AUF geht's, schickte noch vor dem Termin im Rathaus eine Mail an die Presse, in der er die Kosten des Wettbewerbs, die er auf 50.000 Euro schätzt, bemängelt. Der Entwurf sei in Ordnung, aber "das hätte auch die Verwaltung selbst hinbekommen müssen". Harald Lenßen erinnert dagegen daran, dass die Verwaltung nach den Vorgaben des Integrierten Handlungskonzeptes verpflichtet gewesen sei, den Wettbewerb auszuloben. Der Entwurf wird noch bis Februar im Foyer des Rathauses zu sehen sein.

Quelle: RP
 
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