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Neukirchen-Vluyn
SPD möchte Baustelle entschärfen

Neukirchen-Vluyn. Auch im Neukirchener Süden fühlen sich Anwohner durch Straßensperrungen geplagt. Die SPD-Fraktion schlägt vor, eine Zufahrt über das Gelände der Kirchengemeinde St. Quirinus zu ermöglichen, um den Verkehr zu entzerren. Von Stefan Gilsbach

Baustellen lösen bei Anwohnern selten Freude aus. Zwar müssen Kanäle, Straßenbeläge oder Leitungen immer mal wieder erneuert werden, doch gerade Geschäftsleute fürchten, wenn Baustellen sich lange hinziehen, dass die Kundschaft vergrault wird. Jüngst hatten die Pläne der Enni, während der Adventszeit auf der Andreas-Bräm-Straße Leitungen zu erneuern, einen kurzen, wirkungsvollen Aufschrei verursacht - ein großer Teil der Maßnahme wird nun in den Januar verschoben.

Kein Aufschub in Sicht ist derzeit für die Geschäftsleute an der Ecke Ernst-Moritz-Arndt-Straße/Max-von-Schenkendorf-Straße im Süden von Neukirchen. Dort finden seit Anfang November Kanalsanierungen durch die RAG statt, die Max-von-Schenkendorf-Straße ist komplett gesperrt. Der Parkplatz zum Netto-Markt ist nur von Süden einfahrbar.

Beschwerden von Geschäftsleuten sind bei der SPD gelandet, die dort ihr Ortsbüro hat. "Nach der Schließung des Edeka-Marktes hatten die Einzelhändler ohnehin einen Rückgang zu verzeichnen", erläutert Günter Zeller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. "Seit der neuen Baustelle gibt es einen weiteren Ruck nach unten, so hören wir." Problematisch sei vor allem, dass Kunden, die aus Richtung Rathaus kämen, keine Möglichkeit hätten, auf den Netto-Parkplatz zu fahren.

Daher unterbreiten die Sozialdemokraten nun einen Vorschlag, der im kommenden Haupt- und Finanzausschuss besprochen werden soll: "Die SPD-Fraktion bittet um Prüfung, ob der Netto-Parkplatz von der Ernst-Moritz-Arndt-Straße über den Vorplatz der Kirche angefahren werden kann. Unseres Erachtens wären für diese Anbindung nur wenige bauliche Maßnahmen sowie eine entsprechende Beschilderung notwendig."

Gisela Hausmann, die einen Blumenladen an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße führt, fände eine solche Lösung "super". Obwohl das Geschäft bei ihr zurzeit dank der Stammkundschaft eigentlich gut laufe, hofft auch sie auf ein rasches Ende der Sperrung. "Hoffentlich wird da zügig durchgearbeitet." Laut der Verwaltung soll die Baustelle allerdings noch bis Februar bestehen bleiben.

Die Bürger im Neukirchener Süden haben in den vergangenen Monaten so einige Erfahrungen mit längeren Bauvorhaben gemacht. Gemurrt wurde beispielsweise über die Baustelle auf dem Bendschenweg in Höhe des Dr.-Berns-Laboratoriums. SPD-Fraktionsvize Günter Zeller erinnert sich: "Am Ende wurde auch die Straße Fürmannsheck gesperrt, so dass die Leute kaum noch an die Vereinsheime dran kamen."

Quelle: RP
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