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Neukirchen-Vluyn
Sportanlage: Jetzt ist die Politik am Ball

Neukirchen-Vluyn: Sportanlage: Jetzt ist die Politik am Ball
Bürgermeister Harald Lenßen probierte bei der Einweihung eines Kleinspielfeldes im Jahr 2013 mit Hannelore Schulte (SPD) das Fußball-Tor aus. Schon damals wurde über eine zentrale Anlage für die Fußballer im Ort diskutiert. FOTO: Dieker
Neukirchen-Vluyn. Die Politik wird im kommenden Fachausschuss über die Planvarianten der zentralen Sportanlage am Schulzentrum beraten. Die Verwaltung hat einen Favoriten, der die Entwicklung der Siedlung Niederberg nicht beeinträchtigt. Von Stefan Gilsbach

Lange ist in Neukirchen-Vluyn über eine zentrale Sportanlage diskutiert worden, nun wird es mit der Umsetzung ernst. In der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses werden die Mitglieder sich die sechs Varianten vornehmen, die für den Bau der Anlage vorliegen. Die Verwaltung hat in der Vorlage bereits eine Empfehlung ausgesprochen.

Erstellt wurden die Plan-Varianten durch das Büro "Geo3", zugleich ermittelten die Fachleute Gesamtkosten von 5,22 Millionen Euro. Ebenfalls vorgesehen ist ein neuer Kunstrasenplatz am Schulzentrum, den ebenfalls die Sportvereine nutzen dürfen. Er wird rund 960.000 Euro kosten.

Der Begriff "zentrale Sportanlage" sei eigentlich missverständlich, heißt es in der Verwaltungsvorlage, denn nur die Fußballer sollen die Plätze nutzen. In diesem Zusammenhang haben die beiden Fußballvereine SV Neukirchen und TuS Preußen Vluyn ihre Fusion zum Ende des Jahres 2020 angekündigt, vorausgesetzt, die Sportanlage wird gebaut. Im Jugendbereich ist der gemeinsame Spielbetrieb schon verwirklicht.

Alle sechs Entwürfe zeigen zwei Fußballspielfelder, ein Funktionsgebäude und eine Fläche für Parkplätze. Unterschiedlich ist die Anordnung der Sportfelder und der Gebäude. Die Verwaltung betont: "Die Fußballanlage wird voraussichtlich nicht von der Stadt Neukirchen-Vluyn betrieben werden und aus Gründen der Verkehrssicherung der Allgemeinheit insgesamt auch nicht frei zur Verfügung gestellt." Daher werde die gesamte Anlage eingezäunt, ein weiterer Grund sei die Ausgestaltung der Fußballfelder als Kunstrasenplätze.

Bei der Prüfung der Plan-Varianten hat die Verwaltung vor allem darauf Wert gelegt, dass die Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes Niederberg nicht beeinträchtigt wird. Denn dieses "Leuchtturmprojekt" hat für die Stadt Priorität. Die Entwürfe 1 bis 4 "kappen" das Landschaftsband, ein wesentliches Element der Neugestaltung. Die Entwürfe 5 und 6 lassen diesen Bereich unangetastet. Die beiden letzteren Varianten gewährleisten auch einen großen Abstand zwischen der Kirschenallee und den Spielfeldern. Die Verwaltung favorisiert die Variante 5, weil bei der Umsetzung der Nr. 6 durch die verlängerte Straßenführung Mehrkosten anfallen. Außerdem muss eine Kompensationsmaßnahme - also eine Naturfläche, die als Ersatz für eine geopferte Fläche angelegt wurde - anderswo ersetzt werden, was wieder Geld kostet.

Wer die sechs Plan-Varianten begutachten möchte, kann dies über das Ratsinformationssystem auf der Internetseite der Stadt (www.neukirchen-vluyn.de).

Die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses findet statt am Montag, 4. September, um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Hans-Böckler-Straße. Der Tagesordnungspunkt ist öffentlich.

Quelle: RP
 
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