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Neukirchen-Vluyn
Stadt rechnet nur mit wenig neuen Flüchtlingen

Neukirchen-Vluyn. Nachdem in den Monaten Februar bis April der Stadt Neukirchen-Vluyn keine neuen Flüchtlinge zugewiesen worden sind, rechnet die Verwaltung auch für die nächste Zeit mit einem "nur noch mäßigen Umfang" an neuen Zuweisungen, wie die Beigeordnete Margit Ciesielski gestern im Sozialausschuss mitteilte. Derzeit sind in der Stadt rund 500 Flüchtlinge ansässig, davon rund 350 Männer und 150 Frauen. Als Asylbewerber anerkannt sind bislang 36 Personen. Das Durchschnittsalter der Flüchtlinge liegt bei 24 Jahren. Der bei weitem größte Teil kommt aus Syrien, gefolgt von den Herkunftsländern Irak und Afghanistan.

Die Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren sind über das Programm "Kita online" gemeldet und beim Kreisjugendamt erfasst worden. 14 Kinder besuchen bereits eine Kita. 38 Kinder besuchen die Grundschulen, 13 sind zugleich im Offenen Ganztag angemeldet. Die Verwaltung prüft zurzeit, ob das ehemalige Verwaltungsgebäude des Plückebaum-Verlages für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet werden kann. Am Kiefernweg sind bereits mehrere Wohnungen von der Peach Property Group, den Eigentümern der ehemaligen "Nau-Häuser" an die Stadt übergeben worden. Dort sollen vor allem Familien einziehen.

Die Fraktion der Grünen hatte beantragt, dass die Stadt einer Vereinbarung zwischen dem Land und den Krankenkassen beitritt, die eine Gesundheitskarte für die Flüchtlinge ermöglicht. Die Verwaltung schlägt vor, erste Erfahrungen in anderen Kommunen abzuwarten. Das akzeptieren die Grünen-Vertreter.

(s-g)
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