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Neukirchen-Vluyn
Stadt sucht Ideen für das Ortskern-Entree

Neukirchen-Vluyn: Stadt sucht Ideen für das Ortskern-Entree
Der Platz an der Kreuzung Andreas-Bräm-Straße / Mozartstraße (rechts das Kriegerdenkmal) bildet mit der Hochstraße den "Eingang" in den Ortskern. FOTO: stadt
Neukirchen-Vluyn. Heute beschließt der Hauptausschuss über die Neugestaltung der Hochstraße. Die Stadt nimmt sich bereits den nächsten Baustein des Integrierten Handlungskonzepts für Neukirchen vor: den Platz am Erziehungsverein. Workshop am 6. Juli. Von Josef Pogorzalek

Eine wichtige Entscheidung steht heute im Haupt- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung. Es geht um die Neugestaltung der Hochstraße. Die Diskussion hatte in den vergangenen Wochen und Monaten noch einmal Fahrt aufgenommen. Anlass dazu boten die Geldbeiträge, die Anlieger zur Finanzierung der Baukosten leisten müssen.

Alles andere als ein Beschluss des Straßenausbaus wäre eine große Überraschung. Ist er doch Teil des Integrierten Handlungskonzepts für den Ortskern Neukirchen, das unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen wurde. Die Enni hat denn auch bereits mit Vorarbeiten zur Verlegung neuer Versorgungsleitungen an der Hochstraße begonnen. Und die Stadt geht bereits den nächsten Schritt des Integrierten Handlungskonzepts an: die Neugestaltung des "Vorplatzes Erziehungsverein" - der Fläche vor den Gebäuden an der Kreuzung Andreas-Bräm-Straße / Mozartstraße. "Zusammen mit der Hochstraße bildet der Platz das Entree in den historischen Ortskern", erläuterte gestern Stadtsprecher Frank Grusen. Es sei wichtig, beide Bereiche "aus einem Guss" zu gestalten.

Anders als bei der Hochstraße schreibt die Stadt für den Platz einen "freiraumplanerischen Ideenwettbewerb" aus. Sie wird einige Planungsbüros ansprechen und um Ideen für die Platzgestaltung bitten. "Aber auch weitere Planungsbüros können sich bewerben und an dem Verfahren teilnehmen. Die Auslobung des Wettbewerbes wird online unter www.competitionline.com bekanntgemacht", so Frank Grusen. "Das Verfahren dient dazu, Ideen und Vorschläge zu erhalten, wie der Bereich künftig gestaltet werden soll. Dabei zählt auch und gerade der fachliche Blick von außen - also von Menschen, zu deren täglichen Lebensumfeld der betroffene Platz nicht gehört und die somit vielleicht einen anderen Blick auf die Fläche haben."

Aber nicht nur der "fachliche Blick" zählt: Auch Normalbürger sollen sich einbringen. Für sie findet am Mittwoch, 6. Juli, um 18 Uhr ein Workshop im Goldbergsaal der Sparkasse am Niederrhein in Neukirchen (Poststraße) statt. Die Ideen und Anregungen sollen in die Auslobung des Wettbewerbs einfließen. Grusen: "Die Ergebnisse der daran teilnehmenden Planungsbüros werden im späteren Verlauf einem Preisgericht vorgelegt, das sich aus unterschiedlichen Preisrichtern zusammensetzt."

Eine Diskussion um Anliegerbeiträge wie jetzt bei der Hochstraße sei im Falle des Platzes nicht zu erwarten. "Die Situation ist dort ganz anders", sagte Frank Grusen. Die Neugestaltung der Hochstraße kostet nach aktuellen Berechnungen insgesamt 1,57 Millionen Euro. Gut die Hälfte (55 Prozent) davon sollen über Anliegerbeiträge refinanziert werden. Von der verbleibenden Summe übernimmt das Land 70, die Stadt 30 Prozent.

Je nach der Größe ihrer Grundstücke müssen Anlieger mit vier- bis fünfstelligen Euro-Beträgen für den Ausbau der Hochstraße rechnen. Klaus Wallenstein von der Fraktion "NV Auf geht's" hat dies gestern als unzumutbar kritisiert. Den Anliegern müsse zumindest eine Ratenzahlung gewährt werden, forderte Wallenstein.

Stadtsprecher Frank Grusen sagte dazu: "Wir werden gemeinsam mit den Anliegern Lösungen suchen." Er widersprach einer seit längerer Zeit kursierenden Behauptung, dass eine für Anlieger kostenfreie bloße "Wiederherstellung" (statt Aufwertung/Verbesserung) der durch den früheren Bergbau, aber auch durch Fahrzeuge marode gewordenen Hochstraße möglich wäre. Die RAG leiste im übrigen ihren Anteil zum Umbau: Sie übernehme die komplette Kanalsanierung.

Quelle: RP
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