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Neukirchen-Vluyn
Stadt und "KuCa" erneuern ihren Vertrag

Neukirchen-Vluyn: Stadt und "KuCa" erneuern ihren Vertrag
Betreiber Michael Erb (links) und Bürgermeister Harald Lenßen bei der Vertragsunterzeichnung im Kulturcafé. FOTO: Verwaltung
Neukirchen-Vluyn. Die Gastronomie in der Vluyner Kulturhalle ist für viele längst eine Institution. Nun haben Betreiber Michael Erb und Bürgermeister Harald Lenßen mit ihrer Unterschrift eine weitere Zusammenarbeit für zehn Jahre besiegelt. Von Stefan Gilsbach

Das nennt man wohl ein Happy-End: Nachdem vor zwei Jahren die Schließung der Kulturhalle die Beziehung zwischen der Stadt und dem "Kulturcafé"-Betreiber Michael Erb einer Belastungsprobe unterworfen hatte, gibt es nun eine erfreuliche Nachricht. Bürgermeister Harald Lenßen unterzeichnete gemeinsam mit dem Inhaber die Vertragsverlängerung für das Café.

Und das wird nicht allein die Einwohner von Vluyn freuen, denn "das KuCa ist nicht nur ein Café und Restaurant im Herzen Vluyns. Es hat sich zum kulturellen Mittelpunkt des Ortsteils und der gesamten Stadt entwickelt. Daher freut es mich, dass wir den Pachtvertrag nicht nur an die neuen Gegebenheiten anpassen, sondern uns gleichzeitig auf eine Verlängerung der Laufzeit einigen konnten", erklärte Harald Lenßen.

Auch Michael Erb zeigte sich erleichtert: "Wir haben hier in den letzten Jahren einiges auf die Beine gestellt und bekommen viel positives Feedback von unseren Gästen. Nach der Sanierung der Kulturhalle, bei der wir immer konstruktiv mit der Stadt zusammengearbeitet haben, und durch den nun abgeschlossenen Vertrag können wir auch langfristig für die Zukunft planen."

Hintergrund des neuen Vertrages: Stadt und Betreiber benötigten eine neue Basis zur Pacht und zum Betrieb. Das neue Schriftstück garantiere Planungssicherheit für die kommenden Jahre, teilte die Verwaltung mit. Erb sagte unserer Zeitung gestern: "Wir haben lange verhandelt, aber mit dem Ergebnis können beide Seiten gut leben." Auch wenn für ihn die Kosten rund um das Café nun wohl ein wenig steigen werden. Trotzdem resümiert er: "Ich habe mich gefreut, dass es geklappt hat." Der Vertrag sei für die nächsten zehn Jahre geschlossen worden.

Das Kulturcafé hatte am 27. Januar 2010 erstmals geöffnet. Zuvor hatte sich Erb als Gastronom vor allem in seiner Heimatstadt Neuss engagiert, doch obwohl er weiterhin in der Erft-Metropole lebt, ist Neukirchen-Vluyn mittlerweile für ihn beruflicher Mittelpunkt geworden. Schon damals hatte Erb die Verwaltung durch seinen Ideenreichtum und seine Neigung zur Kultur beeindruckt - bei einem ausgebildeten Musiker wie Erb kein Wunder. Konzerte und Lesungen bereicherten bald das Angebot des Kulturcafés - bis heute.

Einen schweren Dämpfer für das Café bedeutete jedoch die Schließung der Kulturhalle im März 2013, nachdem der Kreis Wesel Mängel beim Brandschutz festgestellt hatte. Obwohl das "KuCa" geöffnet bleiben konnte, hatte dieser Zustand Michael Erb große Sorgen bereitet. Im vergangenen Sommer konnte das Erdgeschoss der Kulturhalle nach einer Sanierung wieder eröffnet werden.

Quelle: RP
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