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Duisburg
Stele aus der Krupp-Ära als Leihgabe

Duisburg: Stele aus der Krupp-Ära als Leihgabe
Bei der Übergabe der Stele in Neukirchen-Vluyn (von links): Reiner Bohres, Hartmut Wächter, Karl-Heinz Florenz, Ralf Lindengrün, Lutz Kindt und Joachim Bürger. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Die Skulptur "Förderturm" wurde jetzt im Park der Alten Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn eingeweiht. Es handelt sich um eine Dauerleihgabe der Sozial-Clubs Rheinhausen. Von Stefan Gilsbach

Ein ungewöhnliches Monument ist jetzt im Park der Alten Mühle in der Dong eingeweiht worden. Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn. Zu der Feierstunde waren viele prominente Mitglieder der Stiftung gekommen, darunter auch der niederrheinische Europa-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz. Die Bürgerstiftung unterstützt regionale Projekte auf den Gebieten Bildung, Jugend- und Altenhilfe, Kultur, Umwelt, Brauchtum und Gesundheit.

Eine Metall-Skulptur schmückt nun eines der Rasenstücke auf dem Gelände der Mühle, die dem Unternehmer und Marketing-Fachmann Joachim Bürger gehört. Dort ist zugleich das Domizil der Stiftung. Doch wie steht die turmartige Skulptur mit dem Jubiläum im Zusammenhang? Darüber gab Ralf Lingrün, der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung in seiner Ansprache Aufschluss.

Es handelt sich um eine Dauerleihgabe der Sozial-Clubs Rheinhausen. "Die Statue stammt aus den Siebzigern, sie ist eines der Vermächtnisse der Ära Krupp", erläuterte Hartmut Wächter, der Vorsitzende des Clubs, der mit Ehefrau Birgit Wiemer-Wächter und dem stellvertretenden Vorsitzenden Reiner Bohres nach Neukirchen-Vluyn gekommen war. Für Wächter war dies übrigens ein Heimspiel, denn er kommt aus dieser Stadt. Wer die Skulptur gefertigt hat, das konnte bislang nicht herausgefunden werden. Mehrere Personen seien wohl daran beteiligt gewesen, meinte Wächter.

Mit diesem Monument würdigt ein verdienter Verein einen anderen verdienten Verein in der Region zu seinem Jahrestag. Alle Gäste waren sich einig, dass der Standort für die Skulptur gut gewählt ist. Sie solle ein Zeichen dafür sein, dass die Stiftung dem Wohle der Bürger dienen soll, sagte Ralf Lingrün. "Es wird noch ein Schild daran befestigt, auf dem steht: Wir fördern das Gute."

Einen Namen für die Statue hat Joachim Bürger bereits gefunden: "Förderturm". Das erinnert einerseits an den Turm der Zeche Niederberg, die einst viele Menschen in Lohn und Brot brachte, andererseits steckt darin das Verb "fördern" im weiteren Sinn.

"Der Förderturm von Neukirchen-Vluyn war für die Menschen auch immer ein Leuchtturm", sagte Karl-Heinz Florenz. Auch wenn die Kohle als Energielieferant heute einen schlechten Ruf habe, sei ohne diesen Rohstoff der Aufstieg der Bundesrepublik doch nicht möglich gewesen. Florenz erinnerte an die zehn Jahre ehrenamtliche Arbeit der Bürgerstiftung: Ein Jahrzehnt bereits sammle man Geld und verwende es für gute Zwecke.

Wer die vielen Aktionen und Projekte der Stiftung nachverfolgen möchte, der kann dies mit der nun erschienenen Festschrift zum Jubiläum tun.

Der Titel lautet "Gutes tun in unserer Stadt". Der Vorstand dankt in diesem Zusammenhang unter anderem den Familien Arno und Stefan Krutzki, die das Projekt auf eigenes Risiko für die Bürgerstiftung produziert haben.

www.buergerstiftung-neukirchen-vluyn.de

Quelle: RP
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