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Neukirchen-Vluyn
USA-Karossen auf Niederberg?

Neukirchen-Vluyn. Ein Düsseldorfer Anbieter von amerikanischen Gelände- und Sportwagen verhandelt mit der RAG Montan Immobilien über einen Standort an der Niederrheinallee. Von Stefan Gilsbach

Chevrolet Camaro, Ford Mustang, Dodge, Chrysler, - wenn solche Modelle erwähnt werden, geraten viele Autofreunde ins Schwärmen. Vor dem inneren Auge tun sich dann weite Highways durch die Prärie auf, oder auch die Häuserschluchten gigantischer Metropolen.

Doch wenn alles klappt, können Neukirchen-Vluyner und andere Fans amerikanischer Gefährte diese bald vor Ort in Augenschein nehmen und kaufen. Die RAG Montan Immobilien, Eigentümer des ehemaligen Zechengeländes Niederberg, steht in Verhandlungen mit einem Düsseldorfer Autoanbieter, der sich auf Gelände- und Sportwagen vom amerikanischen Kontinent spezialisiert hat. Wirtschaftsförderer Hans-Willi Pergens hatte dies jüngst in einer Sitzung angedeutet. Frank Schwarz, Sprecher der RAG Montan Immobilien bestätigte auf RP-Anfrage die Verhandlungen. "Es handelt sich um eine Fläche von rund 3000 Quadratmetern an der Niederrheinallee." Baurechtlich liegt dieses Grundstück in einem Mischgebiet.

Der Inhaber des Autohandels wohnt in Neukirchen-Vluyn und trägt einen Nachnamen, der im Ort nicht eben unbekannt ist. Er bestätigte auf Anfrage der RP sein Interesse an einem Grundstück, möchte aber, "weil es in so einem Fall immer noch Unwägbarkeiten gibt", ungern schon mit vollem Namen öffentlich bekannt werden. Bislang laufen die Verhandlungen jedoch ohne große Hindernisse, wie beide Seiten mitteilten.

Auch Hans-Willi Pergens hatte sich als Wirtschaftsförderer mit offiziellen Statements zurückgehalten, zumal die Stadt nicht Verhandlungsführer ist. Auch der Zeitpunkt, zu dem das Geschäft eröffnen soll, steht noch nicht fest. Ein Grund dafür sind Baumaßnahmen, die zurzeit für das Wohnquartier III auf Niederberg durchgeführt werden und auch die Niederrheinallee betreffen. "Erst müssen diese Arbeiten beendet werden", erläutert der Wirtschaftsförderer.

Was die Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes betrifft, kann sich jeder, der täglich über die Niederrheinallee fährt, von dem Tempo der Entwicklung überzeugen. Auch die Parzellen im dritten Bauabschnitt gehen weg wie die sprichwörtlichen Semmeln. "Der Sachstand ist, dass uns zurzeit 30 Bauanträge vorliegen", berichtet Hans-Willi Pergens. "Wir arbeiten in der Verwaltung mit Hochdruck." Interesse kommt sowohl von Privatpersonen wie von Unternehmen. Das Wohnquartier III wurde in den vergangenen Monaten erschlossen. Die Vermarktung des vierten Quartiers wird voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen. Es wäre überraschend, wenn nicht auch für diese Fläche zahlreiche Interessenten Schlange stünden. Die Vermarktung der ersten Quartiere auf dem insgesamt 80 Hektar großen Zechengelände war ein großer Erfolg. Die Infrastruktur macht ebenfalls Fortschritte, soeben hat, wie berichtet, die neue Kindertagesstätte an der Straße Dicksche Heide ihre Betreuung aufgenommen. Mit Spannung von den Neubürgern erwartet wird der Nahversorger, der südlich der Niederrheinallee entstehen soll. Über dessen Größe sind sich die Fraktionen im Rat uneins. Ein zu großer Einkaufstempel, befürchten unter anderem CDU und Grüne, könnte sich für die Ortskerne in Neukirchen und Vluyn negativ auswirken.

Quelle: RP
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