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Neukirchen-Vluyn
Vluyner Platz: Wie gefällt er denn nun?

Neukirchen-Vluyn: Vluyner Platz: Wie gefällt er denn nun?
Amelie von Heimendahl war gestern mit ihren Schützlingen auf dem neu gestalteten Vluyner Platz unterwegs. FOTO: Marcus Koopmann
Neukirchen-Vluyn. Die neuen Bäume sind gepflanzt, nur die Bänke und andere Möblierungen fehlen noch. Sind die Vluyner mit der Neugestaltung der Fläche denn nun zufrieden? Oder gibt es weiterhin Kritik? Die RP hat sich umgehört. Von Stefan Gilsbach

Zwar fehlen noch die Bänke und Abfallbehälter, doch im Großen und Ganzen präsentiert sich nach dem Pflanzen der neuen Bäume der Vluyner Platz nun so, wie er für viele Jahre bleiben soll. Es ist der Abschluss einer langjährigen Sanierung und einer noch viel längeren Diskussion. Doch sind die Einwohner denn nun zufrieden mit "ihrem" neuen Vluyner Platz? Erfüllt die Neugestaltung die Erwartungen?

Jan Christian Schneider leitet den Arbeitskreis Vluyn im Werbering. "Die meisten Kunden sagen: Der Platz ist schön geworden", berichtet der Inhaber eines Fotofachgeschäfts. "Insgesamt ist die Fläche auf jeden Fall aufgewertet worden. Und man merkt, dass die Geschäftsleute beginnen, sich neu zu präsentieren, mit Blumenkübeln zum Beispiel." Noch vor wenigen Monaten hätten solche Versuche wenig Sinn gehabt, "auf dem Platz sah ja alles usselig aus".

Auch Frank Grusen, Sprecher der Stadtverwaltung, berichtet, er sei jüngst beim Vluyner Mai positiv auf die Umgestaltung des Platzes angesprochen worden. "Natürlich gab es auch Stimmen, die sagten: Der Platz wirkt zu kahl. Aber damals waren ja auch die Bäume noch nicht da. Was die neuen Stromkästen betrifft, haben wir schon bei der Veranstaltung gemerkt, wie sehr sie alles erleichtert haben." Davon müssten auch die Marktbeschicker profitieren.

Selbst Norbert Wehren, Anlieger des Platzes und FDP-Ortsvorsitzender, der an den Arbeiten der Stadt auf dem Platz bislang kaum ein gutes Haar gelassen hat, will den Platz, wie er nun aussieht, nicht völlig verdammen. Was ihn weiter grummelig stimmt, ist die Rinne. "Ich habe gehört, dass schon mehrmals Personen dort gefallen sind", sagt Wehren. "Ich beobachte auch, das Eltern ihre kleinen Kinder an die Hand nehmen, wenn sie über diese Stelle gehen." Die Rinne bleibt in Wehrens Augen ein Ärgernis, auch wenn die Verwaltung einige Übergänge hinzugefügt hat. "Aber das sind ja nur fünf kleine Stellen", höhnt Wehren.

Wehren ist Mitglied des Heimat- und Verkehrsvereins Vluyn. Dessen Vorsitzender Hans Dehlisen ist innerlich gespalten, wenn er über die Erneuerung des Platzes nachdenkt. "Manche sagen, es ist ja nur eine neue Oberfläche, andererseits kommt die Möblierung ja noch hinzu, außerdem ein Denkmal", meint er. Doch dann denkt er an das alte Wartehäuschen, das "einen Schandfleck" bilde. Was die Verwaltung dazu bewogen habe, könne er nicht nachvollziehen, sagt Dehlisen. Und auch er ist der Auffassung, dass es "bessere Lösungen gegeben hätte als die Rinne." Die Verwaltung hatte stets darauf verwiesen, dass sich die Pläne eng an die Beschlüsse aus den Bürgerbeteiligungen gehalten hätten.

Quelle: RP
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