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Rheurdt
Was die Rheurdter für Flüchtlinge tun können

Rheurdt. Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland löst bei vielen Menschen Hilfsbereitschaft aus. Auch in der Gemeinde Rheurdt ist das zu spüren. Dort leben zurzeit in den Ortschaften Rheurdt und Schaephuysen mehr als 120 Flüchtlinge aus rund 20 Ländern, hauptsächlich aus Afghanistan, Eritrea, Syrien, Pakistan. Derzeit wird auf einem Grundstück an der Rathausstraße ein Mobilwohnheim errichtet. 20 Personen können dort eine Bleibe finden, es gibt vier separate Wohnungen mit einer Größe bis zu 42 Quadratmetern.

Die Gemeinde hat nun auf ihrer Internetpräsenz aufgelistet, wie Bürger sinnvoll helfen können. So wird für einen jungen syrischen Mediziner beispielsweise ein Sprachpate gesucht, der ihn - begleitend zum Sprachkurs - beim Deutsch-Lernen unterstützt. Wer das tun möchte, kann sich an die ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuerin Margret Schröders wenden (02845 6437).

Viele Menschen möchten mit Sachspenden helfen, doch nicht alles, was zur Verfügung gestellt wird, kann auch gebraucht werden. Daher teilt die Gemeinde regelmäßig mit, was gerade benötigt wird. Die Lagerkapazitäten seien ohnehin begrenzt, so die Verwaltung. Grundsätzlich werden daher Sachspenden nur von Bürgern aus Rheurdt angenommen. Es kommt auch vor, dass Gegenstände abgewiesen werden müssen, weil sie bereits in großer Zahl vorhanden oder für die Unterkünfte nicht geeignet sind (zum Beispiel große Kleiderschränke). Auch dafür bittet die Verwaltung um Verständnis.

Vor rund einem Monat haben ehrenamtliche Damen eine Kleiderkammer in Schaephuysen eröffnet. "Wir können Kleiderspenden noch immer brauchen, aber am besten nach telefonischer Absprache unter 02845 6340", sagt Barbara Langen. Nicht gebraucht werden beispielsweise Herrenhemden oder Übergrößen. "Wenn etwas übrig bleibt, bringen wir es nach Geldern zum Fair-Kaufhaus der Caritas", sagt die Helferin. So kommt es also auf jeden Fall bedürftigen Menschen zugute.

Ansprechpartner für Sachspenden bei der Gemeinde ist Steffen Geiling, erreichbar unter 02845 963351. Generelle Fragen zum Thema Flüchtlinge beantworten Tobias Willems (02845 963352) und Lena Gründel (02845 963350).

(s-g)
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