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Neukirchen-Vluyn
Weihnachtsmusik auf drei verschiedenen Harfen

Neukirchen-Vluyn. Tom Daun, "begnadeter Harfenvirtuose aus Solingen", wie ihn Veranstalter Franjo Terhart als Kulturbeauftragter der Stadt Neukirchen-Vluyn im Namen der Bürgerstiftung vorstellte, ist regelmäßiger Gast in der Stadt. Alljährlich zur Weihnachtszeit gastiert er mit einem Harfenprogramm als Matinee. Gestern war er mit einem Mix aus keltischen, deutschen und südamerikanischen Weihnachtsmelodien in der Kulturhalle. Doch nicht - wie angekündigt - in der Galerie fand das Konzert statt, sondern im großen Saal. Die Galerie war mit einer anderen Weihnachtsveranstaltung belegt und nebenan im Café feierte eine weitere Festtagsgesellschaft Geburtstag. Beide Geräuschkulissen wirkten sich störend auf die intime Konzertatmosphäre der unverstärkt leisen Harfenklänge und mikrofonlosen Live-Moderation Dauns aus.

Trotzdem konnten sich die Zuhörer an dem ungemein beeindruckenden Harfenspiel des "Masters of Music" erfreuen. Denn nach dem Studium an der Musikhochschule Köln und dem Staatsexamen dort, studierte Daun an der "University of Edinburgh" zunächst das Fach "Scottish Folk Music" und anschließend "Musikethnologie" und "History of Notation". Als Titel erlangte er den akademischen Grad "Master of Music".

Das hiesige Programm war gekennzeichnet von besinnlichen bis stimmungsvollen, melancholischen bis temperamentvollen adventlich-weihnachtlichen Melodien, das die Zuhörer musikalisch nach Irland und Schottland, Kanada sowie Peru und Venezuela führte. Dafür hatte Daun drei verschiedene Harfen auf die Bühne gestellt, die er nach und nach zum Einsatz brachte: Eine große keltische Harfe, die eher warme und weiche Klänge erzeugte, eine ebenso große paraguayische Harfe, die eher helle und klare Töne von sich gab, sowie ein kleine mittelalterliche gotische Harfe, die er auf dem Knie stehend spielte.

Das vorgetragene Liedgut reichte von einem der bekanntesten englischsprachigen Weihnachtsliedern, "The Twelve Days of Christmas" ("Die Zwölf Weihnachtstage"), das dank einer aufgestellten Text- und Bildtafel auch vom Publikum mitgesungen werden konnte, über "I wish you a merry Christmas", "Es ist ein Ros entsprungen" und "Leise rieselt der Schnee" bis "Tonada El Congo" aus Peru.

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