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Aufruf der Stadt Neukirchen-Vluyn
Wer gibt dem Platz einen Namen?

Aufruf der Stadt Neukirchen-Vluyn: Wer gibt dem Platz einen Namen?
Diese Grafik des Siegerbüros zeigt, wie der Platz am Denkmal künftig aussehen soll. Zu dem neuen Aussehen soll auch ein neuer, offizieller Name kommen. FOTO: Büro Simon und Heinze
Neukirchen-Vluyn. Die Fläche vor dem Gebäude des Erziehungsvereins in Neukirchen wird umgestaltet. 200 Euro winken für den Sieger-Vorschlag. Von Stefan Gilsbach

Viele nennen ihn einfach den "Denkmalplatz" oder den "Platz am Denkmal" nach dem trutzigen Krieger, der dort auf seinem Sockel steht. Doch offiziell hat der Platz vor dem Gebäude des Neukirchener Erziehungsvereins keinen Namen. Das soll sich nun ändern. Mit der kommenden Neugestaltung der Fläche soll auch ein funkelnagelneuer Name her. Und da ist nun der Einfallsreichtum der Bürger gefragt.

"Der Platz soll umgestaltet werden", heißt es in dem Wettbewerbstext. "Als Eingang zum historischen Ortskern, als Klammer für die umliegenden Geschäfte, als neuer Lebens- und Aktionsraum im Dorf." Dem Sieger bzw. der Siegerin winkt ein Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro, den der Werbering zur Verfügung stellt.

Auch auf ihrer Facebook-Seite hat die Verwaltung auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Prompt trudelten in den Kommentaren die ersten spontanen Ideen ein. Zum Beispiele "Friedenseichenplatz", zur Erinnerung an den Baum-Veteranen, der nicht weit entfernt gestanden hatte. Auch "Edith-Plehn-Platz" wurde bereits von einem Nutzer vorgeschlagen, zur Erinnerung an "Tante Edith", die sich hingebungsvoll um die Kinder der evangelischen Kinderheimat gekümmert habe. Andere Vorschläge: "Platz der Generationen", "Platz der Geschichte", "Bürger-Platz", "Johannes-Platz" und so fort.

Wer Ideen einfach so postet, nimmt freilich noch nicht an dem offiziellen Wettbewerb teil. Dazu müssen neben dem Vorschlag auch der komplette Name, die Adresse und die Telefonnummer angegeben werden. Alle Informationen nebst Teilnahmekarte finden Interessierte in der neuen Ausgabe von "NV aktuell". Allerdings können die Vorschläge auch per Post eingeschickt werden (Stadtmarketing, Hans-Böckler-Straße 26, 47506 Neukirchen-Vluyn, Stichwort "Namenswettbewerb"). Per Fax geht es über 02845 391-2262, per Mail über stadtmarketing@neukirchen-vluyn.de. Und natürlich können Bürger ihren Vorschlag auch persönlich im Foyer des Rathauses, Hans-Böckler-Straße, oder im Projektzimmer (Hochstraße 1m) abgeben.

Die Auswahl des Namens übernimmt eine Jury, zu welcher der technische Beigeordnete sowie jeweils ein Vertreter des Werberings, des Stadtplanungsamtes und des Stadtmarketings gehört. "Die Jury beurteilt die Beiträge unter anderem nach ihrer Prägnanz, Originalität, Bezug zum Dorf, Assoziationskraft/Atmosphäre und Dauerhaftigkeit", heißt es in den Teilnahmebedingungen. Das letze Wort hat allerdings, unabhängig vom Wettbewerb, der Rat der Stadt. Ihm wird der Siegervorschlag zur Entscheidung vorgelegt.

Ebenfalls aus einem Wettbewerb ist das Konzept für die Neugestaltung des noch namenlosen Platzes hervorgegangen. Im November 2016 wurde bekanntgegeben, dass das Büro Simon und Hinze aus Berlin Sieger des Architektenwettbewerbs den ersten Platz erreicht hatte. Das Siegerkonzept präsentierte sich so: Eine einheitliche Pflasterung aus diagonal verlegten Betonsteinen soll den Platz, die Mozartstraße und die Hochstraße zu einer gestalterischen Einheit verbinden. Die Mozartstraße würde zum verkehrsberuhigten Bereich werden, allerdings bleibt die Straße von beiden Richtungen befahrbar - schließlich ist sie eine der Zufahrten zum neuen Edeka-Markt, neben der Alten Rathausstraße. Vor den Arkaden, so hoffen die Architekten, könnte der gastronomische Bereich ausgebaut werden. Wasserspiele, die aus Düsen kommen, sollen am Ausgang der Hochstraße ein Blickfang sein. Auch ein "Anger" soll entstehen. Das Ehrenmal und die alten Platanen bleiben unversehrt, außerdem sollen weitere Bäume und Stauden gepflanzt werden. Der Erhalt der Bäume war eine Forderung des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen, dessen Vorsitzender Hans-Peter Burs zur Jury gehörte.

Die Vorschläge für den neuen Namen des Platzes können bis zum 31. Januar eingesandt oder eingereicht werden.

Quelle: RP
 
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