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Neukirchen-Vluyn
Werbering kritisiert Markt-Sperrung

Neukirchen-Vluyn: Werbering kritisiert Markt-Sperrung
Für Autos bleibt der Freitagsmarkt in Neukirchen künftig gesperrt. So hat es der Rat nun entschieden. Das gefällt nicht allen. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Geschäftsleute sehen ihre Interessen von der Politik nicht berücksichtigt.

Der Werbering Neukirchen-Vluyn äußert sich kritisch über die Entscheidung der Politik, freitags das Dorf Neukirchen während der Zeit des Wochenmarktes zu sperren. "Diese Entscheidung zeigt, dass die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden und Dienstleister im Stadtrat nicht so ernst genommen werden, wie es erforderlich wäre", sagt Werbering-Vorsitzender Gernot Fietze. Denn "die Sperrung während der Marktzeit ist weder durch Sachzwänge begründet, noch sind die Betroffenen mehrheitlich dafür, wie die Auswertung verschiedener Umfragen zeigte. Warum wird also ohne Not eine Lösung gewählt, die für einige Beteiligte deutliche Nachteile bringt?"

Da es zwischen Anwohnern (die sich über Durchgangsverkehr ärgern) und Gewerbetreibenden (die Zufahrtsmöglichkeiten für Kunden offen halten möchten) zu keiner Einigung kam, hatte die Verwaltung jeweils mehrere Monate lang die Varianten mit und ohne Sperrung ausprobiert. Am Ende kam der Rat zu dem Schluss, dass die Variante mit Sperrung dem Interesse der meisten Beteiligten entgegenkäme. Das sehen die Geschäftsleute allerdings anders. Fietze dazu: "So sollte Kommunalpolitik nicht laufen. Wir nehmen das zur Kenntnis, werden uns aber weiterhin für eine zukunftsfähige Regelung engagieren!" Die aktuelle Lösung halte ohnehin nur, bis die Kanalsanierung auf der Hochstraße die Verlegung des Marktes erfordere." Maria Engelke, Sprecherin des Stadtmarketing-Arbeitskreises, hält ebenfalls die Ratsentscheidung für "unglücklich". Die Gewerbetreibenden wünschten sich ein deutliches Bekenntnis der Politik zum Wirtschaftsleben im Dorf.

(s-g)
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