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Neukirchen-Vluyn
Wo die Stadt in diesem Jahr aktiv werden will

Neukirchen-Vluyn. Bei der ersten Bürgerversammlung in Niep gab die Verwaltung einen Abriss der wichtigsten Projekte. Von Sabine Hannemann

Die Bürgerversammlungen zu Jahresbeginn haben Tradition. Start war wieder in Niep, wo die Verwaltung vor mäßig besetzten Reihen zu den Tätigkeitsschwerpunkten Stadtentwicklung, Finanzen und Baumaßnahmen informierte.

Nach wie vor gilt im Bereich der städtischen Entwicklung das Niederberg-Quartier als Erfolgsgeschichte, wie Bürgermeister Harald Lenßen ausführte. Das vierte Areal mit 64 Grundstücken ist vermarktet, die Erschließung beginnt im Februar. Parallel startet die Renaturierung des Lineg-Grabens mit der Wegeverbindung zur Jahnstraße. Für die weitere Unternehmensansiedlung auf der gegenüberliegenden Fläche mit den Fördertürmen liegen bereits Ideen aus einem Sommer-Workshop vor.

Im Dorf Neukirchen bestimmen die Sanierungsmaßnahmen der Hochstraße das Geschehen. Bodenfunde verlangten nach archäologischen Untersuchungen. Bis Ende des Jahres soll endlich die Neugestaltung der Straßenoberfläche abgeschlossen sein. Kanalbauten schließen sich für den Amsel- und Drosselweg wie die Finkenstraße an. Im Herbst folgen die Kanalarbeiten an der Alten Ratshausstraße.

Parallel dazu geht der Vorplatz Erziehungsverein in die Vorbereitungsphase. Baubeginn ist 2019. "Bis 31. Januar läuft noch der Namenswettbewerb", so Lenßen. Wer eine Idee hat, wie der Platz künftig heißen soll, kann bis dahin seinen Vorschlag einreichen (wir berichteten). Allerdings sollte der Name mit den örtlichen Gegebenheiten beziehungsweise mit der Lokalgeschichte etwas zu tun haben. Bislang ist "Platz am Denkmal" die übliche Bezeichnung, angelehnt an das Ehrenmal, das sich in der Grünanlage befindet.

Auch im Süden von Neukirchen sollen sich die Dinge entwickeln. Die ehemaligen Obdachlosenunterkünfte an der Drüenstraße sind Geschichte. Auf der Fläche sollen sechs Wohnblöcke mit insgesamt 40 Wohneinheiten unter dem Projektmotto "Wohnen im Park" ab 2019 entstehen. Erstbezug soll Ende 2019 sein. Die Pläne des Investors waren bereits im vergangenen Jahr vorgestellt worden.

Probleme bereitet nach wie vor der Nau-Komplex am Vluyner Nordring. Dabei geht es vor allem um das Hochhaus, in dessen Umgebung es wenig einladend und schmuddelig aussieht. Von Bauarbeiten, welche die Besitzer angekündigt hatten, ist kaum etwas zu spüren. "Die Kommunikation mit dem Eigentümer ist sehr schwierig", sagte Harald Lenßen. Fortschritte mache indes die Sanierung der anderen Wohnungen in den ehemaligen Nau-Häusern. Bereits sanierte Wohnungen auf dem Kiefernweg sind vermietet.

Freuen dürfen sich rund 650 Anwohner ländlicher Bereiche, die mit Telekom-Glasfaser versorgt werden sollen. Bundesmittel sind bewilligt, der Investitionsumfang liegt bei 7,2 Millionen Euro. Die Finanzlage erläuterte Beigeordnete Margit Ciesielski. Laut aktuellem Haushalt stehen den rund 63,1 Mio. Euro rund 66,4 Euro an Ausgaben gegenüber, und somit ein Defizit von 3,34 Mio. Euro. Wesentlich zu Buche schlägt die Kreisumlage mit 20,2 Mio. Euro. "Wir können positiv in die Zukunft sehen", so Ciesielski. Ausschlaggebend dafür seien die gute konjunkturelle Lage, die Neuansiedlung von Gewerbe wie das niedrige Zinsniveau. Den Sanierungsstau auf städtischem Gebiet abzubauen und Werte schaffen, lautet die Marschrichtung der Baumaßnahmen, die Amtsleiter Ulrich Geilmann vorstellte. Zu nennen sind in dem Zusammenhang der Neubau des Neukirchener Feuerwehrgerätehauses, die Zweifeld-Turnhalle an der Tersteegen-Schule/Jahnstraße wie die Sanierung am Julius-Stursberg-Gymnasium mit kalkulierten rund 20 Mio. Euro wie auch der dritte Teil der Schulsportanlage. Das Investorenprojekt Neubau Lidl bestimmt das Geschehen im Ortsteil Vluyn ab 2019. "Ein Bau, der dem Ortsteil gut tut", so Geilmann. Klarheit gab es für den Radweg Nieper Straße. Eine Wegeführung sei nicht realisierbar.

Die nächsten Versammlungen, jeweils 19 Uhr, finden am Montag, 15. Januar in Neukirchen, Sport- und Freizeitpark Klingerhuf, Donnerstag, 18. Januar, im Rayener Bergheim und Montag, 22. Januar, in der Kulturhalle statt.

Quelle: RP
 
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