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Moers
Wohnquartier IV wird ab Sommer 2016 vermarktet

Moers. Die Entwicklung des Niederberg-Geländes schreitet voran. Erschließung des Wohnquartiers III ist fast abgeschlossen. Von Josef Pogorzalek

Interessenten für Wohnbaugrundstücke auf dem ehemaligen Gelände des Bergwerks Niederberg werden aufhorchen: Läuft alles nach Plan, beginnt die Vermarktung des vierten Wohnquartiers Mitte 2016. Das hat gestern Ralf Hüttemann, Projektleiter der RAG Montan Immobilien, angekündigt. Wer sich auf eine Warteliste setzen lässt, wird von der RAG direkt über das genaue Datum einer Infoveranstaltung benachrichtigt.

Derzeit steht die Erschließung im Wohnquartier III vor dem Abschluss. Kanäle sind verlegt, Hausanschlüsse installiert, bis Ende Oktober entsteht die Baustraße für das Neubaugebiet. Einige Formalien sind dann noch zu erledigen, bevor die Erwerber der insgesamt 78 Grundstücke, vermutlich im November, ihre Baugenehmigungen erhalten. "Dann können sie sofort loslegen", so Hüttemann.

"Wie die warmen Semmeln" sind die Grundstücke des Wohnquartiers III weggegangen. Schon die Vermarktung der inzwischen fertiggestellten Quartiere I und II, mit jeweils rund 80 Grundstücken, war eine Erfolgsgeschichte. Dass sie mit dem Quartier IV bald fortgesetzt wird, ist für die RAG unter finanziellen Gesichtspunkten klar. 14 Millionen Euro habe die RAG in den Bereich des Wohnquartiers III investiert, allein der Bau des zentralen Kindergartens - er öffnet im November unter Trägerschaft des DRK - habe zwei Millionen Euro verschlungen, sagte Hüttemann. "Wir brauchen das Wohnquartier IV, um die Ausgaben zu refinanzieren." Der Stadtrat hat im Juni die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Hüttemann geht davon aus, dass das Wohnquartier IV 2018 fertiggestellt sein wird.

Vor allem für Familien ist das Niederberggelände als Wohnlage attraktiv. Stammten die Grundstückskäufer anfangs vorwiegend aus Neukirchen-Vluyn, seien später viele aus dem Umland dazugekommen. "Wir haben sogar Interessenten aus Düsseldorf." Die Quadratmeterpreise lagen im Wohnquartier I im Jahr 2011 bei 200 Euro, im Wohnquartier II bei 230 Euro. Ist ein Quartier zu 80 Prozent fertig, sorgt die RAG für den Straßen-Endausbau, legt Grünanlagen und Spielflächen an. Drei Spielplätze gibt es bisher, inklusive einer Skaterbahn südlich der Niederrheinallee.

Insgesamt 80 Hektar groß ist das ehemalige Bergwerksgelände. Während die Wohnquartiere nördlich der Niederrheinallee entstehen, soll sich südlich der Straße Gewerbe ansiedeln. Den politischen Hickhack bezüglich der Größe eines Lebensmittelmarkts kommentierte Hüttemann gestern so: "Wer dort seinen Lebensmittelpunkt hat, erwartet einen qualitätsvollen Einzelhandel. Daraus ergibt sich eine gewisse Größe."

Quelle: RP
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