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Neukirchen-Vluyn
Zu wenig Erinnerung an die Bergleute?

Neukirchen-Vluyn. Die Fraktion NV AUF geht's findet, dass die Niederberg-Tradition nicht ausreichend gewürdigt wird.

Die Zeche Niederberg hat im 20. Jahrhundert die Geschichte von Neukirchen-Vluyn stark geprägt. Diese Tradition findet sich nicht zuletzt in den Vierteln der alten Bergmannskolonien wieder. Der Förderturm steht ebenso noch wie andere Gebäude der Zechengeschichte. In den Augen der Fraktion NV AUF geht's im Rat der Stadt tut Neukirchen-Vluyn jedoch zu wenig, um diese Tradition zu würdigen.

In der Haushaltsrede sprach gestern Abend Ratsherr Frank Schatz dieses Thema an: "Warum wird die Geschichte Niederbergs in Museen in Moers und Tönisberg ausgestellt und nicht im Maschinenhaus in Neukirchen? Warum gibt es bisher nur Aktivitäten zur Wohnbebauung und Gewerbeansiedlungen auf Niederberg und immer noch kein Konzept für die Gebäude um die Zechentürme?"

Nach Meinung seiner Fraktion sei es eine überfällige zentrale Aufgabe der neuen Wirtschaftsförderin Ulrike Reichelt mit ihrem "kulturellen Know-how", dieses Thema anzugehen, erklärte Schatz. NV AUF geht's wolle diese Tradition selber in einer umfangreichen Dokumentation würdigen.

Immerhin, meinen die NV AUF geht's-Mitglieder, gebe es mit der neuen Bergmann-Skulptur, die jüngst an der Niederrheinallee, direkt gegenüber dem alten Förderturm, aufgestellt wurde, nunmehr ein Symbol, welches an die Bergmannstradition der Stadt erinnere. "Es waren die Künstler Anatol Herzfeld und Frank Merks, die mit der Errichtung des stählernen Bergmanns die Erinnerung an die Bergwerkszeit an die nächste Generation weitergeben wollen und erklärten: ,Wir sind stolz darauf, einen so wichtigen Berufsstand ehren zu dürfen.'"

(s-g)
 
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