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Neuss
1074 Unterschriften gegen Gewerbegebiet

Neuss: 1074 Unterschriften gegen Gewerbegebiet
Thomas Strauß, Waltraud Beyen, und Dirk Volland (2.r.), übergaben auf dem Flur die Unterschriften an Christian Unbehaun (M.) und Waldemar Fröhlich (r.). FOTO: BI
Neuss. Menschen in Norf, Derikum und Elvekum nehmen kritisch zum Flächennutzungsplan Stellung.

Die Gegner einer Ausweitung des Gewerbegebietes Derikum hätten gerne die 1074 Unterschriften, die sie gegen dieses Projekt gesammelt haben, offiziell übergeben. Doch dafür hatte im Rathaus niemand Zeit. Aber Thomas Strauß, die CDU-Stadtverordnete Waltraud Beyen und Dirk Volland konnten sich im Amt für Stadtplanung bis zu Amtsleiter Christian Unbehaun und dessen Mitarbeiter Waldemar Fröhlich durchfragen, so dass der Bürgerprotest gegen dieses Detail im Flächennutzungsplan rechtzeitig zu Protokoll genommen wurde. Die Auslegungsfrist, in der Anregungen und Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan möglich waren, ist inzwischen abgelaufen. Nun werden die Eingaben bewertet.

"Mit mehr als 1000 Unterschriften ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis", sagte Thomas Strauß. Vor allem, da für Vor- und Nachbereitung nur rund zweieinhalb Wochen Zeit blieben. Weil in der Regel nur eine Person pro Haushalt unterschrieben hat, sehen er und seine Mitstreiter beim Protestpotenzial noch Luft nach oben.

Das geplante Gewerbegebiet mit einer Größe von fast 25 Hektar liegt im Dreieck zwischen Norf, Derikum und Elvekum. Sie rückt bis auf 200 Meter an den Ort Elvekum heran, der mit dem ebenfalls geplanten Gewerbegebiet "Kuckhofer Straße Ost" in Allerheiligen nach Ansicht der Elvekumer regelrecht in die Zange genommen würde.

Ein Gewerbegebiet mag durchaus Arbeitsplätze und Vorteile für eine Region bieten, heißt es in der Begründung der Petition, doch zu der Fläche in Derikum gebe es Alternativen mit einer besseren Verkehrsinfrastruktur samt Autobahnanschluss in unmittelbarer Nähe. Die Erschließung der Flächen rund um Elvekum setzt dagegen auf eine Anbindung an die Anschlussstelle Delrath zur A 57, die frühestens 2025 fertig sein kann. Die Gegner argumentieren vor allem mit der jetzt schon unerträglichen Verkehrsbelastung, führen aber auch ins Feld, dass die neue Gewerbefläche in einem Wasserschutzgebiet entstehen soll. Zudem würden die Anwohner der drei Ortsteile ein wichtiges Naherholungsgebiet verlieren.

(-nau)
 
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