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Neuss
1100 neue Neusser bis zum Jahr 2025

Neuss: 1100 neue Neusser bis zum Jahr 2025
FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)
Neuss. Während NRW in den nächsten Jahren an Einwohnern verliert, legt Neuss leicht zu. Das liegt vor allem an vielen Zuzügen. Vier Neubürger erzählen, was sie an ihrer neuen Heimat am meisten mögen. Von Andreas Gruhn

Neuss wird jünger, Neuss wird älter, aber Neuss wird vor allem eines - nämlich weiter wachsen. Bis zum Jahr 2025 wird die Bevölkerung in der Stadt gegenüber 2012 um 1,6 Prozent auf 153 920 Menschen wachsen. Das sind rund 1100 mehr Einwohner als in diesem Jahr. Das geht aus der aktuellen Studie zur Bevölkerungsentwicklung hervor, die die Bertelsmann-Stiftung vorgelegt hat. Bis zum Jahr 2030 wird die Bevölkerung dann leicht sinken auf 153 110. Unterm Strich steht dann aber immer noch ein Bevölkerungswachstum gegenüber dem Jahr 2012 um etwa 1,1 Prozent. Und damit bewegt sich Neuss entgegen des Landestrends. NRW wird bis zum Jahr 2030 etwa 480 000 Einwohner verlieren. Die meisten untersuchten Städte und Gemeinden, vor allem aber im ländlichen Raum, werden einen Bevölkerungsschwund erleben - und zwar zu Gunsten einiger weniger Städte, die das Ziel von Zuzügen sind. Dazu gehört an erster Stelle die Landeshauptstadt Düsseldorf - aber auch Neuss.

FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)

Eigentlich würde die Bevölkerung nämlich kleiner werden. Die Forscher sagen für Neuss einen natürlichen Bevölkerungsrückgang von 4,9 Prozent voraus. Es werden also mehr Leute sterben, als Babys geboren werden. Weil es aber auch bis zu diesem Jahr deutlich mehr Zuzüge als Abwanderungen geben wird, wächst die Bevölkerung in der Stadt trotzdem. Allein in diesem Jahr gibt es je tausend Einwohner statistisch berechnet 46,3 Zuzüge und nur 42,6 Fortzüge.

Neuss ist also attraktiv für Leute, die ein neues Domizil suchen. Wie etwa für Katrin Roes. Die Meerbuscherin suchte Anfang des Jahres zusammen mit ihrem Mann einen neuen Wohnort. Beide entschieden sich für Neuss - und sind glücklich mit der Entscheidung. Da spielt auch die Nähe zu Düsseldorf eine große Rolle. "Wenn wir am Wochenende weggehen wollen, müssen wir nur in die Straßenbahnlinie 9 steigen und sind in ein paar Minuten bei unseren Freunden", sagt Katrin Roes. Andere Zuzügler hat Neuss durch seine Familien- und Kinderfreundlichkeit, die Natur, kulturelle Angebote und besonders durch günstigere Mieten und Immobilienpreise im Vergleich zu etwa Düsseldorf überzeugt. Daran ändern auch die spürbar gestiegenen Preise etwa für Wohneigentum (plus 9,0 Prozent im Jahr 2014) nichts. "Gerade in Innenstadtlagen sind Immobilien in Neuss locker oft 50 Prozent günstiger als in Düsseldorf", sagt Makler Alexander Busch, Sprecher der Neusser Immobilien-Börse. Gerade Düsseldorfer wechseln die Rhein-Seite. 2013 zogen laut amtlicher Statistik 1531 Düsseldorfer nach Neuss, 865 Bürger gingen den umgekehrten Weg.

FOTO: Georg Salzburg

Die Bertelsmann-Studie zur Bevölkerungsentwicklung bringt aber noch mehr erstaunliche Ergebnisse - etwa zur Altersstruktur. Dass der Anteil der Senioren deutlich wachsen wird, ist wenig überraschend. Die Gruppe der Über-65-Jährigen wächst bis 2030 um 24,2 Prozent auf 37 050. Aber: Der Jugendquotient steigt ebenfalls auf 34,6 (plus 1,9). Der Anteil der Kinder und Jugendlichen wächst - im Gegensatz zu dem der Erwachsenen. Die Zahl der 19- bis 64-Jährigen sinkt auf 87 690 (minus 6,0 Prozent). Vor allem die leistungsstarke Gruppe der 44- bis 64-Jährigen schrumpft.

Quelle: NGZ
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