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Neuss
13,5 Millionen für Radschnellwege

Neuss: 13,5 Millionen für Radschnellwege
Der geplante Radschnellweg an der Langemarckstraße. FOTO: WOI
Neuss. Das Land gibt erste Fördermittel für weitere Planungen der Fahrradautobahn. Von Andreas Gruhn

Fahrradfahrer sollen eine eigene Schnellstraße von Neuss über Düsseldorf bis Monheim bekommen - für die detaillierten Planungen hat das Land nun Fördermittel in Höhe von 13,5 Millionen Euro bis 2019 zugesagt. Ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht des "Express". Möglich macht dies eine Änderung des Landesverkehrswegegesetzes, die Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) ankündigte. Die 13,5 Millionen Euro Förderung seien nur der Anfang, sagte der Minister dem Blatt. Landesweit sind fünf solcher Radschnellwege geplant, einer davon startet in Neuss.

"Das ist eine gute Nachricht für das Projekt", sagt der Neusser Planungsdezernent Christoph Hölters. Eine Entscheidung, ob der Radschnellweg dann auch tatsächlich gebaut wird, ist das aber noch lange nicht. Derzeit werden für alle fünf Strecken Machbarkeitsstudien erstellt, die aufzeigen, wie die Planungen vor Ort - und damit auch in Neuss - umgesetzt werden könnten. Im Arbeitskreis Radverkehr soll die Studie oder zumindest ein Zwischenbericht im September besprochen werden, kündigte der SPD-Landtagsabgeordnete Reiner Breuer an. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, geht es ans Eingemachte: Wie teuer das Ganze eigentlich wird und wer das zahlen soll. "Dann müssen wir überlegen, welche Bereiche in die konkreten Ausführungsplanungen gehen können", sagt Breuer.

In der Bewerbung für das Projekt war im Sommer 2013 von Gesamtkosten in Höhe von 32 Millionen Euro für den gesamten Weg die Rede gewesen. Ein stattlicher Anteil dürfte auch auf den Neusser Abschnitt entfallen, weil beispielsweise der Willy-Brandt-Ring eine Brücke bräuchte. Eine Bedingung für die "Fahrradautobahn" ist nämlich, dass Fahrer an keiner Kreuzung warten müssen. Ein Brückenbau ist aber ziemlich kostspielig. Und ein Teil davon, nach Informationen unserer Zeitung 20 Prozent der Gesamtkosten, müsste aus der Stadtkasse kommen.

Quelle: NGZ
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