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Neuss
50 Skater reden bei neuer Anlage mit

Neuss. Im "Greyhound" wurde mit Architekt und Stadtplanern diskutiert.

Geheimnisvolles Vokabular war am Dienstagabend im "Greyhound" an der Batteriestraße zu hören: "Pool", "Wooble" und "Snakerun" waren die Begriffe, die rund 50 interessierte Skateboarder am meisten verwendeten. Sie waren ein echtes Fachpublikum, um den Vorentwurf des Kölner Landschaftsarchitekten Ralf Maier - ein Spezialist für Skateranlagen - in Augenschein zu nehmen. Der zukünftige Skatepark soll eine zentrale Anlage im Rennbahnpark werden.

"Das Grundkonzept des Entwurfes ist gut", findet Patrick (26), der sich in der Szene bestens auskennt. "Aber es sind viel zu viele Elemente eingeplant", kritisierte er. Für sie alle reiche der Platz nicht. Er vermisste eine eindeutige Struktur der Anlage und empfahl, sich auf eine "Fahrtrichtung" - entweder im Kreis oder kreuz und quer - zu konzentrieren.

Stefan Aring (40) gefiel der erste Entwurf prinzipiell. "Aber der Baum in der Mitte müsste weg, und der Einbau von Stufen ließe trotz geringer Fläche viele Leute gleichzeitig fahren", regte er an. Über Treppen würde sich auch Paul Trennheuser (12), der seit 3,5 Jahren Skateboard fährt, freuen. "Sonst finde ich den Entwurf cool", sagte er.

Die farbig gestalteten Pläne hatte Philipp Thiele (19) coloriert. "Ich mache ein viermonatiges Praktikum bei Herrn Maier", erzählte er. "Ich skate selbst, und so hat mich die Arbeit bei diesem Architekten gereizt."

Matthias Knoche vom Amt für Stadtplanung hob die gute Lage der geplanten 1000 Quadratmeter großen Skateranlage hervor. "Der Park soll weiter an Attraktivität wachsen und neben dem Beachvolleyballfeld, einem Grillplatz und zwei Seenlandschaften viele Familien anziehen", erläuterte er. Die Betonbahnen des Skateparks seien nahezu geräuschlos.

Götz Barke und Ann Christin Kaup vom Jugendamt zeigten sich hochzufrieden mit der engagierten Diskussion. "Der Entwurf ist eine perfekte Gesprächsgrundlage für eine kinder- und jugendfreundliche Anlage", sagte Barke. Architekt Meyer hielt die Verbesserungsvorschläge in einer Skizze fest. Der endgültige Entwurf wird dann einer kleineren Gruppe vorgelegt. Anschließend gibt es eine öffentliche Ausschreibung.

(keld)
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