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Neuss
ADFC macht Druck beim Thema Stadtradeln

Neuss. Bei der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt (AGFS) liegt inzwischen die Bewerbung der Stadt Neuss vor. Das brachte jetzt Heribert Adamsky vom ADFC Neuss in Erfahrung. Er rechnet damit, dass nun bald eine Kommission, die über die Anerkennung als fahrradfreundliche Stadt entscheiden muss, Neuss bereisen wird. Allerdings wird Neuss wohl nicht mehr die Nachbarstadt Meerbusch einholen können, wo diese Bereisung schon stattgefunden hat. Mit diesen beiden Städten sowie Kaarst und Grevenbroich interessieren sich gleich vier Städte im bereits zertifizierten fahrradfreundlichen Rhein-Kreis um Aufnahme in diese Gruppe. "In Kaarst und Grevenbroich bildet sich aber gerade erst der politische Wille heraus, ebenfalls in diese Richtung zu starten", sagt Adamsky.

Von Bürgermeister Reiner Breuer erwartet der ADFC einiges zur Belebung des Radverkehrs in Neuss. Breuer hatte gerade erst im Gespräch auf dem blauen NGZ-Sofa laut über einen autofreien Tag nachgedacht, da nimmt ihn der ADFC schon in die Pflicht. "Wir werden Druck machen beim Thema Stadtradeln", sagt Adamsky. "Wir wollen, dass Neuss dieses Jahr teilnimmt."

Diese Kampagne wird in diesem Jahr schon zum neunten Mal in 26 Ländern Europas mit dem Ziel gestartet, Lust auf das Radfahren zu machen und gleichzeitig den Klimaschutz zu fördern. Politiker und Bürger sollen dazu in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September drei Wochen am Stück Radfahren und Radkilometer sammeln. Die Teilnahme wäre auch im Sinne der Bewerbung ein Zeichen, dass die Stadt Ernst macht mit der Förderung des Radverkehrs.

Adamsky moniert allerdings, dass sich die Stadt nicht recht an die Öffnung aller Einbahnstraßen für den Radverkehr herantraut und eine Öffentlichkeitsarbeit für das Radfahren "bislang nicht stattfindet".

(-nau)
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