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Neuss
Adventsbasar sichert Arbeitsplätze

Neuss: Adventsbasar sichert Arbeitsplätze
Ein starkes Team mit handwerklichem Geschick (v.l.): Katharina Knoch, Jennifer Fels,Dagmar Derrez und Margriet Lys. FOTO: Salz
Neuss. Die Gärtnerei der gemeinnützigen Werkstätten bereitet sich seit Wochen auf ihren Adventsbasar vor, der der größte der Firmengeschichte werden soll. Am Wochenende werden rund 4000 Besucher auf der Morgensternsheide erwartet. Von Bärbel Broer

Es wird die größte Adventsausstellung sein, die die Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN) je veranstaltet haben. Am Wochenende öffnet die Gärtnerei "Am Leuchtenhof" auf der Morgensternsheide ihre Tore und lädt auf rund 2000 Quadratmetern zur nunmehr 35. Adventsausstellung ein. "Zum Verkauf stehen rund 15.000 Artikel", erklärt Frank Jolitz, Leiter der GWN-Gärtnerei. Etwa 2000 Gestecke, Adventskränze sowie klassische, aber auch trendige, weihnachtliche Dekorationsartikel haben die rund 120 Mitarbeiter mit Behinderungen gemeinsam mit 20 weiteren Angestellten in den vergangenen Wochen selbst gefertigt.

Gestern wurde noch in den verschiedenen Hallen dekoriert, gesteckt und aufgebaut. "Wir sind aber eigentlich fertig", sagt Jolitz und bekräftigt entspannt: "Ich bin jetzt auf Ruhepuls." Denn seit vier Wochen laufen bereits die Aufbauarbeiten für die Ausstellung, die traditionell am Wochenende vor dem 1. Advent stattfindet. Sie ist in Neuss und Umgebung längst ein Besuchermagnet, der rund 4000 Gäste anlockt.

Dass die Ausstellung in diesem Jahr größer ist als in den Jahren zuvor, liegt vor allem auch an dem neuen Gewächshaus. "Der Bau hat rund 350.000 Euro gekostet", so Jolitz. Investitionen wie diese, aber auch die neue Mähmaschine, die 2017 für 25.000 Euro angeschafft worden ist, seien unter anderem möglich durch Erlöse der Adventsausstellung. "Denn im Schnitt machen wir rund 50.000 Euro Umsatz an diesen beiden Tagen. Die Gewinne wiederum sorgen auch für den Erhalt der Arbeitsplätze", erklärt der gebürtige Lübecker. Für Jolitz ist es erst "seine" zweite GWN-Adventsausstellung. Denn er war 2016 auf den bisherigen Gärtnerei-Leiter Klaus Hempel gefolgt.

Die eigentlichen Vorbereitungen für die traditionelle Ausstellung beginnen bereits Anfang des Jahres. "Schon im Februar besuchen wir einschlägige Messen und kaufen entsprechende Deko-Materialien ein", sagt Jolitz. So wissen die Mitarbeiter auch, was Trend im jeweiligen Jahr ist.

Klassische Gestecke und Kränze in den Farben Rot, Gold und Weiß sind zwar auch in diesem Jahr dabei. Doch ebenso auffällige Hingucker in Türkis, Mint oder Lila haben die Mitarbeiter gefertigt. Noch stehen die Gestecke und Adventskränze gut gekühlt im hinteren Gewächshaus-Teil. Ab morgen werden sie dann im abgetrennten Ausstellungsbereich zum Verkauf angeboten.

"Dieser sieht jedes Jahr anders aus", erklärt Jolitz. Simulierte "Fenster" mit Baumstämmen als Verstrebungen teilen in diesem Jahr die große Halle in gemütliche Zonen ein. Um für noch heimeligere Stimmung zu sorgen, werde der Boden noch mit Quarzsand aufgefüllt, so Jolitz. In der neuen Halle erwartet die Besucher zudem ein "Meer" aus Weihnachtssternen in unterschiedlichsten Farben.

Bereits im Eingangsbereich stimmen die Holzhäuser adventlich ein. Dort werden morgen Glühwein, Reibekuchen, Waffeln und Würstchen angeboten. In einer eigens aufgebauten Kinderbastelwerkstatt können kleinere Besucher selbst kreativ werden. Zudem verkauft der heilpädagogische Arbeitsbereich der GWN, der seinen Standort an der "Hammer Brücke" hat, Deko-Artikel aus Holz und Stoff.

Quelle: NGZ
 
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