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Neuss
Ärger über "Radfahrer-Rowdys" auf der Neustraße

Neuss: Ärger über "Radfahrer-Rowdys" auf der Neustraße
Jürgen Cleve und weitere Geschäftsinhaber beschweren sich über verkehrswidrig fahrende Radler. FOTO: woi
Neuss. Jürgen Cleve hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um gegen verkehrswidrig fahrende Radler vorzugehen. Von Simon Janssen

Jürgen Cleve ist es leid. Laut des Immobilienmaklers fahren an warmen Tagen zwischen 100 und 200 Fahrradfahrer an seinem Büro an der Neustraße vorbei. Und das, obwohl es eigentlich verboten ist, dort entlang zu radeln. "Das ist schon eine ernstzunehmende Masse", sagt Cleve.

Ein besonderes Problem, das er dabei festgestellt: An der Neustraße kaufen viele ältere Personen ein, die auf Gehhilfen angewiesen sind. "Hier haben wir die höchste Dichte an Ladenlokalen, wo Senioren einkaufen gehen", sagt Cleve. Doch gerade diese Personen haben es seiner Meinung nach besonders schwer, im Ernstfall rechtzeitig zu reagieren. "Ich habe mehrfach beobachtet, wie ältere Personen umgefahren worden sind, weil sie nicht mehr ausweichen konnten. Es hab auch Notarzteinätze", sagt der Immobilienmakler, der bereits Unterschriften von 14 weiteren Geschäftsinhabern an den Bürgermeister geschickt hat.

"Hätte ich für diese Aktion noch mehr Zeit gehabt, dann hätte ich bequem weitere Unterschriften vorlegen können. Bezogen auf die verhältnismäßig kleine Neustraße dürfte die Zahl 14 aber sicherlich ausreichend sein, um klarzustellen, dass es sich hier nicht um eine Angelegenheit eines Einzelnen handelt", sagt Cleve.

Mit Interesse stellten er und die weiteren Geschäftsinhaber an der Neustraße fest, dass im Bereich der Zugänge zum Rathaus zwei Hinweise mit der Aufschrift "Radfahrer bitte absteigen" installiert worden sind. "Sowas würden wir uns auch auf der Neustraße wünschen", sagt Cleve. Dort gebe es lediglich ein Fußgängerschild und eins, das darauf hinweist, dass Lieferverkehr nur bis 11 Uhr zugelassen ist. Cleve wünscht sich darüber hinaus regelmäßigere Kontrollen der Polizei. Zudem solle auch der kaum noch erkennbare Zebrastreifen an der Ecke zur Michaelstraße erneuert werden.

Er und weitere Geschäftsinhaber seien zwar bereits mehrfach selbst tätig geworden, um die "Radfahrer-Rowdys" zur Rede zu stellen, doch da habe es in der Regel lediglich patzige Antworten gegeben.

Quelle: NGZ
 
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