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Neuss
Ärger um parkende Autos am Rhein

Neuss. Spaziergänger, die ihr Auto am Rhein in Grimlinghausen parken, sorgen für Unmut. Autos, die direkt vor der Rheinmauer geparkt sind, behindern das gemütliche Flanieren entlang der Mauer. Obwohl das Tempolimit bereits auf 20 Stundenkilometer reduziert wurde, "fühlen sich ältere Spaziergänger und Eltern mit Kindern nicht sicher, wenn auch Autos den Weg nutzen", sagt der Grimlinghausener Stadtverordnete Johannes Schmitz (CDU). Aufgrund der unachtsam geparkten Autos könnten Fußgänger nicht mehr den Weg an der Mauer entlang gehen und müssten auf die Fahrbahn ausweichen. Besonders ältere Einwohner und Eltern mit Kindern fühlten sich unwohl, wenn sie mit Fahrzeugen den Weg teilen müssen. Dies war das Ergebnis einer Ortsbegehung.

Schmitz will sich dafür einsetzen, dass die direkte Fläche neben der Rheinmauer für Fußgänger frei bleibt. Er schlägt vor, einen weißen Streifen als Abgrenzung ein bis zwei Meter parallel zur Mauer zu ziehen. Aber auch Halteverbots-Kennzeichnungen würden von den Autofahrern nicht ausreichend berücksichtigt. "Bei einem Treffen mit Bürgern und der Stadtverwaltung wurde die Idee vorgeschlagen, das Halteverbot mit Blumenkübeln oder Barken zu verstärken und unbefahrbar zu machen", sagt Schmitz.

Franz Kolbecher, Leiter des Amtes für Verkehrsangelegenheiten, gibt zu bedenken: "Vor den Wohnhäusern auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind Senkrechtparkplätze. Wenn die Besucher ihre Autos in einem größeren Abstand zur Mauer parken würden, kämen die Anwohner mit ihren Autos nicht mehr raus. Somit hätten wir dann von der Anwohnerseite aus Beschwerden." Kolbecher betont, dass sich rund 80 Prozent der Autofahrer an das Parkverbot hielten und die Verkehrsmenge so gering sei, dass kein Grund zur Sorge bestände.

(fagr)
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