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Neuss
Aladins Wunderlampe als Eismärchen

Neuss: Aladins Wunderlampe als Eismärchen
Nichts für Langschläfer: Die Proben für das Eismärchen "Aladins Wunderlampe" finden derzeit in der Reuschenberger Eissporthalle statt - und zwar am frühen Morgen. FOTO: woi
Neuss. Früh morgens ist in der Eissporthalle derzeit richtig was los. Dort laufen die Proben für das Weihnachtsstück, das der Neusser Schlittschuh-Klub in diesem Jahr zeigt. 160 Läufer zwischen vier und 60 Jahren machen bei der Revue mit. Von Vera Straub-Roeben

Schon in den frühen Morgenstunden - genauer um 5.30 Uhr - hört man das Kratzen der Kufen in der Eisporthalle. Lara Nellessen dreht ihre Runden, wagt Sprünge und Pirouetten. Die 16-Jährige ist amtierende Landesmeisterin NRW und ganz in ihrem Element und in ihrer Rolle versunken: Sie spielt den Aladin im Märchen "Aladins Wunderlampe", das der Neusser Schlittschuh-Klub in diesem Jahr aufs Eis bringt. "Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass ich diese Rolle bekomme", sagt Lara, noch immer erstaunt. "Das Kostüm ist toll", schwärmt sie.

Sie trägt eine weite Hose und eine Weste, zuerst in Rot, später in Blau. Meist an ihrer Seite: Ann-Marie Fabry (15), die den Flaschengeist verkörpert. "Ich tauche auf, verzaubere Aladin." Das alles mache viel Spaß. "Ich habe mir die Rolle gewünscht, denn ich liebe es, dass der Charakter so fröhlich und lebendig ist. Ich kann oft springen und viele Pirouetten drehen." Dass die Proben so früh starten, macht den beiden nichts aus. "Wir sind zwar keine Morgenmenschen, werden aber wach, sobald wir auf dem Eis sind."

Insgesamt nehmen rund 160 Läufer zwischen vier und 60 Jahren an der Revue teil. Erstmalig die Leitung übernehmen in diesem Jahr Christine und Sascha Lenden. Zuerst musste ein Drehbuch - speziell bezogen auf die Besonderheiten einer Eislauf-Show - geschrieben werden, dann wurden die Aufgaben verteilt, Trainingspläne und Choreographien koordiniert. Mit ihrem Funkgerät sorgt Christine Lenden bei den Proben und später auch während der Shows hinter den Kulissen dafür, dass die Eisläufer im richtigen Outfit zur passenden Zeit ihre Küren auf dem Eis laufen. Unterstützung bei dem Drehbuch erhielt das Ehepaar von Anita Kezic, die gemeinsam mit anderen Trainern auch die Choreographien erarbeitet hat und sogar selbst als Sonnenstrahl und Rose über das Eis gleitet. "Wir mussten uns überlegen, wie wir das Stück aufbauen, wie viele Szenen sinnvoll sind und wie viele Rollen. Diese müssen so gestaltet sein, dass die Zuschauer sie auch ohne Text verstehen, obwohl es Dialoge geben wird."

Die Rollen wurden Anfang des Jahres vergeben. Es fand ein Casting statt, dann wurden die Rollen zugeteilt. "Es ist schwierig, jeden glücklich zu machen, aber wir haben es wie immer versucht, die Rollen fair nach Charakter, Optik und Konstitution zu vergeben", sagt Anita Kezic. So ist die 14-jährige Lara Lenden, die ihre Auftritte als Sonnenstrahl, Meeresschönheit und Schatzträger haben wird, vor allem glücklich über den blauen Rock und den schönen Schmuck, den sie als Meeresschönheit zur Schau stellen wird. "Ich laufe seit über zehn Jahren Schlittschuh und bin nur ein bisschen aufgeregt, kurz bevor die Show losgeht", sagt sie. Ebenso froh ist Alina Schrainer (12) mit ihrer Rolle: "Vor allem das Solo als Zebra macht mir Spaß, weil ich da mein Können zeigen und viel springen kann. Ansonsten bin ich noch in der Rosen-Gruppe und ein Rabe."

Fünf- bis sechsmal pro Woche ist sie auf dem Eis, dreimal davon schon um sechs Uhr morgens. "Eigentlich bin ich ein Langschläfer, aber dafür habe ich keine Zeit", sagt sie und lacht. Dafür, dass die Kostüme begeistern, sorgen unter anderem Brigitte Thürauf und Babsi Hüsgen. Rund 500 Kostüme galt es, fertigzustellen - in Eigenarbeit.

Quelle: NGZ
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