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Neuss
Alevitische Gemeinde trauert um die Toten von Ankara

Neuss. Bei der Wahl des Zeitpunkts für die Mahnwache auf dem Markt für die Toten des Anschlags in Ankara hatte die Alevitische Gemeinde schon ein Problem: Sie feiert gerade die Fastenzeit Muharram. Deswegen, so Hüseyin Karabulut, der zweite Vorsitzende des Alevitischen Gemeindezentrums Neuss, hätten sie sich für 16 Uhr statt für 17 Uhr entschieden. Dass ausgerechnet zu Beginn der Mahnwache dann Regen einsetzte, dürfte noch dazu beigetragen haben, dass statt der erwarteten 150 Teilnehmer nur rund 50 zusammenkamen.

Männer, Frauen und Kinder gedachten dabei vor dem Bild eines in Ankara getöteten Jungen den Opfern der Gewalt, legten rote Nelken nieder und zündeten eine Kerze an. "Zehn Jahre alt war er", sagt einer kopfschüttelnd. "Mit Trauer, Entsetzen, Wut, Protest und Solidarität verurteilen wir das faschistische Attentat auf die Friedensdemonstration in Ankara", sagte Karabulut in seiner emotionalen Ansprache.

(hbm)
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