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Jahresrückblick Neuss: Juni
Alexianerbrüder geben nach fast 500 Jahren Kloster auf

Jahresrückblick Neuss: Juni: Alexianerbrüder geben nach fast 500 Jahren Kloster auf
Stand auch für 500 Klostergeschichte: der hl. Alexius. FOTO: woi
Neuss. Im Juni zieht die Figur des heiligen Alexius um. Jahrzehntelang hatte sie an der Nordkanalallee nicht nur den Eingang zum psychiatrischen Fachkrankenhaus der Neusser Alexianerbrüder markiert, sondern auch deren Kloster geschmückt. Doch das Kloster wird aufgelöst.

Das deutet sich an, als die letzten drei Brüder im Konvent die Suppenküche, die letzte mildtätige Einrichtung des Ordens, zum Jahresbeginn abgeben. Die St.-Augustinus-Kliniken übernehmen den Dienst - und aus Siegburg, wo der Ordensprovinzial der Alexianer in Deutschland seinen Sitz hat, kommt das Signal, die Neusser Niederlassung im Laufe des Jahres "abzuwickeln".

Seit 1490 waren die Alexianerbrüder in Neuss präsent und wirkten somit fast 500 Jahre lang vor allem in der Krankenpflege, im 19. Jahrhundert bauten sie sich vor den Toren der Stadt ein neues Kloster - und ein Fachkrankenhaus. Diese Psychiatrie - verschmolzen mit dem St.-Josef-Krankenhaus - trägt weiter den Namen der Brüdergemeinschaft und hält damit die Erinnerung an sie wach.

Neuss war einst Zentrum einer ganzen Ordensprovinz - und Bruder Wunibald Gillhaus der letzte Provinzial. Er stirbt im März und liegt in Neuss begraben.

(-nau)
 
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