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Neuss
Anzahl der Gänse am "Jröne Meerke" sinkt

Neuss. Maßnahmen der Stadt gegen die große Vogelpopulation zeigt Wirkung. Zwischenbericht im Ausschuss Von Christoph Kleinau

Die Maßnahmen der Stadt gegen die Schneegänse am "Jröne Meerke" haben das "Komitee gegen Vogelmord" auf den Plan gerufen, das sich an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt hat. Zudem wurde in den sozialen Netzwerken eine Unterschriftensammlung initiiert, damit das Landesumweltministerium gegen die vom Kreis als Unterer Jagdbehörde erteilte - aber von der Stadt nicht in Anspruch genommene - Bejagungsgenehmigung tätig wird. Das schafft neue Probleme für die Mannschaft im Rathaus, die sich um eine Verbesserung der Situation in diesem Naherholungsgebiet und vor allem die Eindämmung der Gänse bemüht. Aber bei der gehen aus der Nachbarschaft des "Meerke" auch schon die ersten Dankschreiben ein, denn die Strategie der Stadt lässt erste Erfolge erkennen. Statt der 112 Schneegänse, die im vergangenen Frühjahr vergangenen Jahres gesichtet wurden, wurden vor einigen Tagen nur noch 72 gezählt. Und weil sich andeutet, dass auch andere Maßnahmen aus dem Sieben-Punkte-Plan der Stadt Wirkung entfalten, zeigte sich Dagmar Vogt-Sädler gestern im Umweltausschuss optimistisch: "Wir packen das", sagte die Leiterin des Umweltamtes.

Seit dem Jahr 2012 ist die Gänsepopulation ein Politikum. Nach einigen wenig durchschlagenden Maßnahmen wurde fraktionsübergreifend im vergangenen Herbst ein Maßnahmenpaket zur, wie es hieß, "Verbesserung von Wasser- und Aufenthaltsqualität" beschlossen und mit 100 000 Euro hinterlegt. Nicht alles, was die Stadt vorhatte, trug die Untere Landschaftsbehörde mit, doch blieb genug "übrig".

Johann Mooij von der Biologischen Station Wesel zum Beispiel hat seit Mitte April 166 Schneegans-Eier und 18 von Kanada-Gänsen nicht aus den Gelegen entfernt, denn dann würde die Gänse nachlegen, sondern durch Anstechen und Schütteln unfruchtbar gemacht. Effekt: Die Tiere hatten keinen Bruterfolg und wanderten, da sie nicht mehr ans Gelege gebunden waren, zum Teil ab.

Die Gänse, die noch da sind, werden durch die angelegten Schutzhecken vom Kinderspielplatz ferngehalten. Auch das ein Erfolg. Die Stadt hat Äsungswiesen angelegt, die Ufer neu bepflanzt und die Kontrollen zur Durchsetzung des Fütterungsverbotes verstärkt. Seit kurzem setzt sie auch Ultraschall gegen das Algenwachstum im Gewässer ein. Und die Sichttiefe war schon nach Tagen "deutlich verbessert."

Quelle: NGZ
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