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Neuss
Arbeit an Quirinus-Glocken schreitet voran

Neuss. Mit Hilfe eines Krans werden die Gegengewichte ausgetauscht. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Als Monsignore Guido Assmann seinen Blick gestern Mittag in Richtung des Kirchturms von St. Quirin lenkte, wusste er: Das mit dem Zeitplan klappt. Spätestens Weihnachten soll wieder das gesamte Geläut der Basilika zu hören sein. Als gestern ein großer Kran anrückte, war sofort sichtbar: Es geht voran. "Die alten Gegenpendel werden durch die Schallluken herausgeholt und die neuen hineingebracht", erklärt Assmann. "Ich bin froh, dass es voran geht."

Mit dieser Meinung steht der Oberpfarrer an St. Quirin nicht allein. Denn das Glockengeläut sorgt für festliche Stimmung in der Stadt, insbesondere an hohen Feiertagen. Weihnachten wird daher bewusst in den Blick genommen, um wieder den gewohnten Klang durch Neuss tönen zu lassen. Die sieben Glocken im Turm - die größte ist die Quirinus-Glocke mit 5,7 Tonnen Gewicht - erhalten allesamt neue Gegengewichte. Aus diesem Grund schweigen sie derzeit.

Auslöser für die Erneuerung war ein Schaden an der Gegenpendelanlage. Im Mai 2012 war ein 500 Kilogramm schweres Gegenpendel der Quirinus-Glocke abgerissen, die seither nicht mehr angeschlagen wurde. Eine Fülle von Gutachten und Untersuchungen wurde in der Zwischenzeit angestellt. Das Ergebnis: Materialermüdung hatte damals zu dem Schaden geführt. Auch die anderen Glocken rückten ins Visier - und die Frage, ob jede von ihnen mit einem Gegenpendel ausgestattet werden muss oder ob es andere Lösungen gibt. Das Ergebnis: Es bleibt bei der Lösung, aber die Gegengewichte werden erneuert.

Diese Maßnahme erfolgt derzeit. "Wir liegen absolut im Zeitplan", betont Monsignore Guido Assmann.

(abu)
 
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