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Neuss
Arbeiterwohlfahrt beteiligt sich an Freifunk-Initiative

Neuss. 40 Senioren wohnen in der Anlage der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Adolfstraße. "Viele von ihnen können kaum erwarten, dass es losgeht", berichtet Awo-Geschäftsführer Bülent Öztas. Denn der Wohlfahrtsverband beteiligt sich jetzt an der Initiative Freifunk, die kostenlos Internet zur Verfügung stellt. "Wir werden dafür einen neuen Router aufstellen, von dem dann auch die täglich rund 100 Gäste unserer Begegnungsstätte profitieren können", sagt Öztas. Dadurch wächst das Freifunk-Netz in Neuss, das in Nähe der Teilnehmer einen Passwort-freien Zugang zu WLAN ermöglicht. 45 Standorte gibt es schon in der Quirinusstadt.

Er habe festgestellt, dass immer mehr ältere Menschen einen Tablet-Computer geschenkt bekämen und wegen der großen Schrift auch gerne nutzten, von ihrer Rente aber keinen eigenen Internetanschluss bezahlen könnten, berichtet Öztas. "Ihnen wollen wir die Teilhabe am weltweiten Netz ermöglichen, genauso allen anderen, die vielleicht nicht so viel Geld haben."

Ein Vorhaben, das Lukas Lamla freut. Der Landtagsabgeordnete der Piraten ist engagierter Freifunker. "Je mehr Menschen mitmachen und einen Teil von ihrem Internetanschluss mit anderen teilen, umso größer wird das Freifunk-Netz für alle", sagt der Neusser. Jeder könne selbst entscheiden, wie viel er von seinem Übertragungsvolumen abgeben wolle. "Es hilft sogar, wenn Leute einen Freifunk-Router auf Fensterbank oder Dach stellen, obwohl sie keinen eigenen Anschluss haben", erklärt Lamla. Weil sich die Router verbinden könnten, erhöhe dies die Reichweite des Netzes.

"Ziel ist es, auch die Flüchtlingsheime mit Freifunk zu versorgen, damit sie mit ihren Familien in Kontakt bleiben können", sagt Landratskandidat Hans Christian Markert (Grüne), der die Initiative begrüßt. Infos: freifunk-rheinland.net

(sug)
 
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