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Neuss
Asbest verzögert Abbruch der alten Münsterschule

Neuss. Der Abriss der ehemaligen Münsterschule wird deutlich länger dauern - und deshalb deutlich teurer - als geplant. Grund dafür sind Asbestzement-Platten, die jetzt in der Dachkonstruktion der seit zehn Jahren leerstehenden Grundschule gefunden wurden.

Sie stellen keine akute Gesundheitsgefährdung dar, erklärt Andreas Galland als Leiter des Bauverwaltungsamtes, da die Asbestfasern in dem Zement regelrecht verbacken seien. Damit diese durch den Abrissbagger nicht doch freigesetzt werden, muss der Asbestzement von Hand entsorgt werden.

Das wird nach Gallands Angaben sechs Wochen zusätzlich in Anspruch nehmen. Er hoffe aber, dass der Abriss vor dem Neusser Schützenfest abgeschlossen ist. Dass danach zeitnah direkt mit dem Bau von 18 Wohnungen und neun Stadthäusern begonnen wird, ist nicht zu erwarten.

Gegen die Baugenehmigung sind vier Klagen anhängig, sie selbst aber ist weiter gültig. Ein Baubeginn jetzt wäre ein Restrisiko, das der Investor vielleicht eingehen würde. Allerdings stellen die Klagen "ein echtes Vermarktungshindernis" dar.

(-nau)
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