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Neuss
Aßmuth macht fraktionslos weiter

Neuss. 51-Jähriger übt sein Mandat als Fraktionsloser aus. Keine Begründung genannt.

Dirk Aßmuth setzt die Reihe seiner Austritte fort. Nach dem Rückzug aus der FDP-Kreistagsfraktion und der Kündigung seiner Parteimitgliedschaft bei den Liberalen hat der 51-Jährige am Dienstag gegenüber dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Bodewig schriftlich auch seinen Austritt aus der FDP-Fraktion im Neusser Stadtrat erklärt. "Ein logischer Schritt", sagt Bodewig, den er aber persönlich sehr bedauere. "Ich habe ihn als politischen Menschen erlebt und die Zusammenarbeit mit ihm genossen", sagt Bodewig.

Ein gleichlautendes Schreiben wurde am gleichen Tag auch dem Bürgermeister und dem Büro für Ratsangelegenheiten zugestellt, bestätigt Büroleiter Gottfried Dorschner auf Anfrage. Er ließ gestern rathausintern aber auch in Richtung der Fraktionen sowie der städtischen Gesellschaften die Mitteilung verbreiten, dass Aßmuth allerdings sein Stadtratsmandat behält. Damit ist der Unternehmensberater, der 2014 über die Liste der AfD in den Stadtrat gewählt wurde und wenig später zur FDP wechselte, vorerst fraktionsloses Ratsmitglied.

Eine Begründung für seine Entscheidung habe Aßmuth ihm nicht genannt, sagt Bodewig, und auch kein Wort über seine weiteren politischen Absichten verloren. "Wir müssen wohl bis zur Ratssitzung in zwei Wochen warten, um zu sehen, was er vorhat - und ob er etwas vorhat", sagt Bodewig.

Dirk Aßmuth, der auch gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, hatte die FDP-Fraktion vor drei Wochen gebeten, seine Sitze in den Ausschüssen neu zu besetzen. Mit Auszug aus der Fraktion ist das nun nicht mehr möglich.

(-nau)
 
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