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Freizeit-Tipps fürs Wochenende
Auf dem Skywalk über dem Tagebau

Freizeit-Tipps fürs Wochenende: Auf dem Skywalk über dem Tagebau
Vierzehn Meter ragt der Skywalk in die Grube hinein. Der Aussichtspunkt bei Jackerath gewährt einen einmaligen Blick in den Tagebau Garzweiler II. FOTO: Jürgen Laaser
Neuss. Einige der größten Bagger der Welt arbeiten direkt vor der Haustür - im Braunkohletagebau Garz-weiler von RWE Power. Besonders spektakulär ist der Blick vom Skywalk bei Jackerath, dDer Besucher "schwebt" sozusagen über dem Geschehen, 14 Meter vom Grubenrand entfernt.

Unter dem Fußboden ist gähnende Leere, links und rechts ist weithin nichts, in der Weite erstreckt sich in verschiedensten Braun- und Grautönen der Grubenrand auf der anderen Seite des Tagebaus. Der südlichste Punkt der Gemeinde Jüchen bietet ein weithin einmaliges Erlebnis. RWE Power hat am Rand des Braunkohletagebaus einen besonderen Aussichtspunkt geschaffen. 14 Meter reicht der so genannte "Skywalk" in die Grube hinein. Er endet in einem kleinen Rondell, von dem ein Rundumblick möglich ist. Höhenangst sollte man dort nicht haben, auch wenn man weiß, dass die Betonpfähle für das Bauwerk 14 Meter tief ins Erdreich getrieben sind.

Die Zukunft des Tagebaus wird in der Politik diskutiert, und so mancher Kreisbürger blickt mit gemischten Gefühlen in die gewaltige Grube, wo vielleicht einst das Heimatdorf von ihm oder seinen Eltern gestanden hat. Doch die Aussicht auf den Tagebau beeindruckt nach viel vor viele Besucher. Rund 50.000 Menschen informierten sich laut RWE-Konzern im vergangenen jahr über die Tagebaue und die Kraftwerke im Revier.

Der Tagebau Garzweiler im Wandel der Zeit FOTO: Google Earth

Im Mittelpunkt stehen dabei die Braunkohlebagger, stählerne, bis zu 220 Meter lange und 96 Meter hohe Giganten, die zusammen jährlich 35 bis Millionen Tonnen Kohle fördern. In jede Baggerschaufel passt ein Kleinwagen. Vom Skywalk aus nehmen sich die Lastwagen und Pick-ups, die in der Grube neben den Bagger-Riesen kurven, wie Spielzeug aus.

Ob begeistert von der Technik oder mit kritischem Blick, ein Besuch am Ausgangspunkt Jackerath lohnt sich. Besucher, die mit dem Auto kommen, fahren aus Richtung Grevenbroich auf der A 46 bis zum Kreuz Wanlo, wechseln dort auf die A 61 Richtung Koblenz und fahren auf der Ausfahrt Jackerath ab. Zweimal müssen sie links abbiegen, nach rund 1000 Metern geht es links auf den Parkplatz am Skywalk. Die Zielkoordinaten für das Navi lauten: E 6.462849°, N 51.045424°.

NGZ-Tour durch den Garzweiler-Bau FOTO: Berns, Lothar

Der Aussichtspunkt mit dem Skywalk ist nicht der einzige am Tagebau Garzweiler. Am nördlichen Rand liegt der Aussichtspunkt Hochneukirch. Von dort sind nicht nur die Bagger und Absetzer sowie die kilometerlangen Transportbänder zu sehen, sondern auch die Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath, Die Fahrt zu diesem Aussichtspunkt führt aus Richtung Düsseldorf auf der A 61 bis zur Ausfahrt Wanlo, Der Fahrer muss dort rechts abbiegen, bis zum Kreisverkehr und dort die zweite Ausfahrt nehmen. Schilder "Aussichtspunkt Tagebau Garzweiler" führen anderthalb Kilometern weiter bis zum Ziel . Die Zielkoordinaten fürs Navi lauten: E 6.443789°, N 51.089983°.

Quelle: NGZ
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