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Neuss
Auf den Spuren der Römer radeln

Neuss. Winfried Kessel lädt zur Erkundung des Limes in Neusser Grenzen ein.

Winfried Kessel ist den Römern mit Leidenschaft auf der Spur. 33 Touren mit einer Streckenlänge von rund 4000 Kilometern hat der heute 72-Jährige mit dem Fahrrad erkundet und dokumentiert, die überall auf- oder direkt neben Wegen verlaufen, auf denen schon die alten Römer unterwegs waren. Das macht ihn zum Experten für ein Angebot, mit dem die aktuelle Sonderausstellung des Clemens-Sels-Museums "Der Limes in Novaesium - Vom Leben an der römischen Grenze" ergänzt wird: einer Radtour entlang der Neusser Grenzlinie.

Termin ist am Samstag, 2. Juli, Treffpunkt um 10 Uhr am Eingang des Comundo-Tagungshotels an der Humboldtstraße. Einfach vorbeizukommen, geht allerdings nicht. Eine verbindliche Anmeldung in der Tourist-Information am Büchel (Telefon: 02131 4037795) ist erforderlich. Diese ist montags bis freitags, 9 bis 14 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, sowie samstags, 9 bis 14 Uhr, geöffnet. Die Teilnahmegebühr beträgt zwölf Euro.

Auf der rund vierstündigen Tour geht es nicht nur um die baulichen Relikte, sondern auch um die Frage, wie die Menschen in Novaesium mit dieser Grenze lebten. Der Limes war zu seiner Zeit nicht nur militärisches Bollwerk, sondern auch Zone kulturellen Austausches.

Geradelt wird von Neuss-Gnadental über die Erft, über die schon die Römer eine Brücke geschlagen hatten, zum Standort des Kastell und des Nachbaus eines römischen Wachturmes auf dem Reckberg in Uedesheim. Zurück geht es dann zum Clemens-Sels-Museum. Dort haben die Teilnehmer freien Eintritt und können die Ausstellung besuchen.

Für Kessel selbst wird das eine kurze Tour. Der Forscher aus Rosellerheide ist im Städtedreieck Nimwegen, Straßburg, Reims eher auf langen Strecken unterwegs. "Ich liebe es, Kultur und Radtourismus mit Geschichte zu verbinden", sagt er. Wer sehen will, wo Kessel alles schon war, erfährt das im Internet unter www.roemerradwege.de.

(-nau)
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