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Neuss
Auf Segways durch die Stadt

Neuss: Auf Segways durch die Stadt
Eine Fahrt durch die Stadt, die in die Beine geht – auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Aber für's Segway-Fahren braucht man auch Kraft. FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Die Führungen von "Neuss Marketing" auf den elektronischen Segways durch die Stadt erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber Vorsicht: Das Fahren auf diesen Zweirädern macht süchtig. Von Carmen Porschen

Es rollt fast wie von selbst, aber es braucht keinen Motor und erst recht kein Benzin. Segway ist der Name dieses Fortbewegungsgeräts, dass vor allem eins bringt: jede Menge Spaß. Gestern konnte sich eine Handvoll Neugierige davon überzeugen – und das mitten in Neuss. Bereits seit dem vergangenen Jahr bietet der Veranstalter "Neuss Marketing" eine Stadtführung der besonderen Art an: in einer Stunde quer durch den Stadtkern und das auf Segways.

Doch bevor es losgeht, erfahren wir "Fahranfänger" erstmal, wie wir uns auf diesen sonderbaren Geräten auf zwei dicken Rollen fortbewegen können. Gewichtsverlagerung ist das Zauberwort und erklärt fast alles. Wer sich nach vorne lehnt, fährt vorwärts – maximal 20 km sind möglich –, sich nach hinten lehnen mindert die Geschwindigkeit. Rolf D. Lüpertz, der die Führung leitet, sowie drei Mitarbeiter des Segway Verleihs helfen uns bei den ersten Fahrversuchen. Gar nicht so schwer, wenn man erstmal ein Gefühl dafür entwickelt hatte.

"Der Fahrspaß steht ganz klar im Vordergrund", erklärt der 65 Jahre alte Rentner Lüpertz, der auf dem Segway eine sehr sportliche Figur macht und gekonnt das Tempo für die Teilnehmer vorgibt. "Die Haltepunkte sind nur kleine Häppchen, die auf die Stadt aufmerksam machen sollen", erklärt er weiter. Maximal acht Personen können bei einer Führung mitfahren, die Kosten liegen bei 39 Euro. Eine angenehme Größe für die Runde, die sich nach einer kleinen Trainingszeit auf den Weg macht.

Wir rollen durch den Rosengarten, zum Europaplatz und Richtung Obertor. An Stationen wie dem Blutturm, dem Windmühlengraben oder der Quirinus-Basilika schöpft der gelernte Bankkaufmann Lüpertz aus seinem umfangreichen Wissen über die Geschichte der Stadt Neuss. Trotz dieser interessanten Details freut man sich, wenn es weitergeht, denn Segwayfahren macht ein bisschen süchtig.

Ohne dass es einem bewusst wird, geht die Fahrt in die Beine und Füße, das Ganze verlangt mehr Körperbeherrschung und Kraft als gedacht. Auch Lüpertz, der an diesem Tag gleich vier rollende Stadtführungen unternimmt, spürt das. Dennoch macht er den Job gerne: "Die Resonanz ist sehr gut. Sogar eine 82 Jahre alte Dame fuhr mit und wollte danach lieber damit als mit ihrem Rollator weiterfahren", erzählt Lüpertz.

Weil die Nachfrage nach Segway-Führungen im letzten Jahr so hoch war, startete der Urneusser mit dem gestrigen Sonntag in eine neue Saison. An sechs Sonntagen wird er dieses Jahr mit Neuss-Neugierigen durch die Stadt rollen und darüber hinaus auch ausführlichere "Zu-Fuß-Führungen" anbieten. Mit dem Segway ging es heute bergauf, bergab, auch mal enge Wege entlang und das alles begleitet von einem besonderen Blick auf die Highlights von Neuss.

Nächster Termin der Tour: Samstag, 1. Mai, Karten unter 02131-4037795

Quelle: NGZ
 
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