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Neuss
Aus SWN werden wieder die Stadtwerke

Neuss: Aus SWN werden wieder die Stadtwerke
Das neue Geschäftsführer-Duo Stephan Lommetz und Ekkehard Boden (l.) vor den neuen Werbeträgern, die das Profil der Dachmarke Stadtwerke Neuss schärfen sollen. Die Marketing-Offensive zur Kampagne startet heute. FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Elf Jahre ist der Außenauftritt mit dem SWN-Logo alt. Nun geht das neue Geschäftsführer-Duo mit der neuen Dachmarke Stadtwerke Neuss in die Offensive. Ziel ist ein Bekanntheitsgrad von 70 Prozent. Morgen steigt ein Aktionstag in der City. Von Ludger Baten

Hinter dem Kürzel SWN verbergen sich die Stadtwerke Neuss. Insider wissen das, aber offenbar auch nur Insider. Denn nur jeder zehnte Neusser denkt, wenn er nach seinem Energieversorger gefragt wird, an die SWN, jeder zweite aber sehr wohl an die Stadtwerke Neuss. Im Klartext: Der Bekanntheitsgrad von SWN liegt unter 10 Prozent. Eine professionell gestaltete Umfrage bestätigt das - und war für die Geschäftsleitung das Signal, eine Änderung im Außenauftritt vorzubereiten. Das Ergebnis wird ab heute für die Neusser sichtbar: Stadtwerke Neuss wird wieder zur Dachmarke. Heute startet die Kampagne; morgen sind Stadtwerke-Mitarbeiter unterwegs, um die Dienstleistungen des kommunalen Unternehmens, eine 100-prozentige Tochter der Stadt Neuss, zu präsentieren.

Bereits elf Jahre ist der alte SWN-Auftritt alt. "Der war keineswegs schlecht oder gar falsch", sagt Stephan Lommetz, "aber ein Kind seiner Zeit." Dass der Dachmarkenwechsel nun parallel zum Wechsel an der Spitze des Unternehmens erfolgt - Stephan Lommetz übernimmt am 1. Juni vom langjährigen Chef Heinz Runde den Vorsitz in der Stadtwerke-Geschäftsführung -, sei purer Zufall: "Wir haben erkannt, dass wir uns in der Außendarstellung neu aufstellen mussten. Das war einfach Handlungsbedarf. So wurde die Kampagne von langer Hand sorgsam vorbereitet."

Mit dem Dachmarken-Wechsel wollen die Stadtwerke sich wieder stärker zu ihren lokalen Wurzeln bekennen. "Wir sind ein Neusser Unternehmen und wir sind für die Neusser Bevölkerung da", sagt Lommetz. Die neue Kampagne soll den Menschen bewusst machen, dass die Stadtwerke ein täglicher Begleiter der ganzen Familie sind. "Alle Kunden, ob Jung oder Alt, nutzen doch unsere Produkte", sagt Lommetz, "sie kochen und heizen mit unserer Energie, sie trinken unser Wasser, sie fahren in unseren Bussen zur Schule oder Arbeit und sie schwimmen auch in unseren Bädern." Diese enge Verzahnung mit den Neussern versuchen die Stadtwerke mit der neuen Kampagne heraus zu stellen, um deutlich zu machen, dass sie für die Stadt als kommunaler Versorger wichtige Bereiche der Daseinsvorsorge für das Gemeinwesen organisieren. Ekkehard Boden, zu Jahresbeginn als neuer Geschäftsführer für den Bereich Technik auf der Chefetage eingezogen, ist überzeugt: "Eine regionale Marke zu sein, ist für uns eine Stärke". Diese Marketing-Offensive lassen sich die Stadtwerke in den nächsten zweieinhalb Jahren einiges an Geld kosten. Absolute Zahlen nennen die Verantwortlichen auch auf Anfrage nicht, doch sie machen eine Andeutung: "Wir haben das bestehende Marketing-Budget zeitlich begrenzt noch einmal um zehn Prozent aufgestockt."

Nach Ausschreibung wurden mit Blue Moon und h1 zwei Neusser Agenturen beauftragt, die Kampagne zu entwickeln und die Marke zu führen. Den Stadtwerke-Chefs ist ein reines Logo-Lifting zu wenig. Mit dem neuen Auftritt verbinden Lommetz und Boden auch die Erwartung, dass sich die Arbeitskultur und -philosophie weiter entwickelt: "Das Verwalten der Kunden war gestern, wir kümmern uns ab sofort zudem auch um die Märkte und Kunden von morgen." Daher sei es toll, so das Geschäftsführer-Duo unisono, dass viele Stadtwerke-Mitarbeiter morgen mit auf die Straßen der Neusser Innenstadt gehen, um die Kampagne zu starten: "Wir mussten keine externen Kräfte anheuern. Diese Motivation unserer Mitarbeiter ist toll und bestätigt uns, dass uns der Neustart nach außen und innen gelingen wird."

Ob die neue Kampagne letztlich greift, wollen die Stadtwerke in zwei Jahren untersuchen lassen. Ziel, so Stadtwerke-Kommunikationsleiter Jürgen Scheer, sei "zumindest" ein Bekanntheitsgrat von 70 Prozent. "Das ist sportlich", sagt Scheer, "aber dafür strengen wir uns an."

Quelle: NGZ
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