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Neuss
Awo bald Träger im Further Hof?

Neuss: Awo bald Träger im Further Hof?
Die Pläne für den Further Hof kommen voran. FOTO: LB
Neuss. Gemeinwesenorientierte Kinder- und Jugendarbeit in Ex-Gaststätte geplant.

Die Pläne, den Further Hof in Zukunft für eine gemeinwesenorientierte Kinder- und Jugendarbeit zu nutzen, nehmen offenbar verstärkt Fahrt auf. Die Verwaltung hat inzwischen Gespräche mit möglichen Trägern geführt und dabei die Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Favoriten ausgewählt. Der Jugendhilfeausschuss soll in seiner nächsten Sitzung nun darüber entscheiden, ob er dieser Empfehlung aus dem Rathaus folgt. Das Gremium tagt morgen ab 17 Uhr im Ratssaal des Neusser Rathauses.

Die Verwaltung begründet die Wahl der Awo als bevorzugten Träger mit mehreren Punkten. So seien in den bisherigen Leistungen des Awo-Ortsvereins Neuss bereits Angebote für alle Generationen vorhanden - dies sei mit Blick auf das Ziel, die Nordstadt als generationenübergreifenden Sozialraum zu sehen, wichtig. Zudem präferiert die Verwaltung in der Nordstadt aufgrund des hohen Anteils von Migranten an der Bevölkerung und mit Blick auf bereits vorhandene Angebote einen konfessionell ungebundenen Träger. Und: Die Awo habe signalisiert, dass sie schon ab Dezember Personal zur Konzepterarbeitung einsetzen könne.

Die Wahl eines Trägers wäre ein wichtiger Schritt in Richtung der geplanten Anlaufstelle im Further Hof. Nichtsdestotrotz müssen noch weitere Schritte gegangen werden. So muss die Verwaltung einen Weg finden, das Erdgeschoss der ehemaligen Kult-Gaststätte barrierefrei zu gestalten - ansonsten dürfte es für die geplante Nutzung kaum taugen. Zum anderen muss die Stadt den Gesamtmietvertrag verlängern. Der Plan sieht vor, dass dies - für alle Etagen - für einen Zeitraum von zehn Jahren geschieht. Ein zwischenzeitlich avisierter Kauf des Further Hofs scheint damit zumindest momentan vom Tisch.

Es gibt folglich noch eine Reihe Fragen, die es auf dem Weg zum geplanten Stadtteilzentrum zu beantworten gilt. Als Gaststätte war der Further Hof in der Region über Jahrzehnte durch sein Konzept mit Livemusik, Kabarett und politischen Veranstaltungen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Kabarettist Serdar Somuncu trat dort zum Beispiel zu Beginn seiner Karriere auf.

Quelle: NGZ
 
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