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Neuss
Bedenken wegen Zuschuss für "Neuss Gutschein"

Neuss. Der Planungsausschuss hat eine Entscheidung über eine finanzielle Beteiligung an der Einführung des geplanten "Neuss Gutscheins" aufgeschoben. Der Grund: rechtliche Bedenken. Zwar hatte der Beirat empfohlen, den Start des Gutscheinsystem mit 20.000 Euro aus dem Topf für das Innenstadtstärkungsprogramm anzustoßen, aber das wurde quer durch die Fraktionen kontrovers diskutiert. Auf der Pro-Seite: Mit einem solchen Gutscheinsystem lasse sich zusätzliche Kaufkraft generieren. Auf der Contra-Seite: Auch die Anstoß-Finanzierung solle vom Handel selbst getragen werden. Achim Rohde (FDP) regte schließlich eine rechtliche Überprüfung an. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es eine unzulässige Subventionierung des Einzelhandels sei. Um auf Nummer sicher zu gehen, folgte das Gremium dieser Linie.

Beim "Neuss-Gutschein" soll es sich um einen einheitlichen Coupon handeln, der in den angeschlossenen Geschäften in der Innenstadt eingelöst werden kann. Dabei sind auch in Neuss ansässige Unternehmen die Zielgruppe: Sie könnten ihren Mitarbeitern solche Gutscheine zur Verfügung stellen - und diese somit als Konsumenten in die Innenstadt locken. Vor allem Pendler, die sonst eher in den umliegenden Städten einkaufen, könnten so als neue Kunden für den Innenstadthandel gewonnen werden.

Zudem diskutierte der Ausschuss zwei weitere Maßnahmen. Erstens soll nun auch der Blumenschmuck im Hauptstraßenzug aus dem Innenstadtfonds bezahlt werden. Kosten: 20.000 Euro für 2016. Der Ausschuss stimmte zu. Zweitens soll ein "Kümmerer" für mehr Sauberkeit in der Innenstadt sorgen. Dazu sind noch Details zu klären.

(abu)
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