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Neuss
Bestätigung für gute OP-Qualität

Neuss. Im "Lukas" hatte keine Gallenblasen-Operation Komplikationen zur Folge.

Bei 301 Patienten hat Professor Peter Goretzki, Chefarzt der Chirurgischen Klinik I am Lukaskrankenhaus, im vergangenen Jahr die Gallenblase entfernt. Oft waren es ältere Männer und Frauen, nicht wenige mit einer schweren Entzündung, dazu noch an anderen Krankheiten leidend, etliche Patienten galten als Notfälle. Keiner dieser Eingriffe hatte schwerwiegende Komplikationen zur Folge. Das hat jetzt die Qualitätssicherungsstelle des Landes bestätigt.

Die Landesstelle erfasst über ein Qualitätssicherungs-Modul zahlreiche Parameter von der Diagnostik über Begleiterkrankungen bis zu Komplikationen während und nach der Operation. So wird nicht nur das Ergebnis des Eingriffs festgestellt, sondern anhand der Begleitumstände, etwa bei besonders vielen besonders schweren Eingriffen, auch die Leistung der behandelnden Ärzte differenziert dargestellt.

Vor knapp einem Jahr hatte eine AOK-Beurteilung, die sich auf eigene Daten stützt, in der Klinik für Irritation gesorgt. Einige wenige Ausnahmefälle hatten den hervorragenden Gesamteindruck getrübt. "Irreführend" sei die Darstellung gewesen, meinen Goretzki und Oberarzt Dr. Nicholas Bohnert, der Qualitätsbeauftragte der Chirurgischen Klinik I, zurückhaltend. Umso erfreuter zeigt man sich über das aktuelle eindeutige Ergebnis.

Die Zahl der Gallenblasenentfernungen nimmt auch im Lukaskrankenhaus zu. Oft gehen dem schwere Entzündungen voraus. Der Eingriff wird wenn eben möglich minimal-invasiv vollzogen: über einen kleinen Schnitt am Bauchnabel. Der große Bauchschnitt entfällt im Normalfall. Ohne Gallenblase fehlt dem Menschen übrigens nichts, sagt Dr. Bohnert: Die sei noch ein Relikt aus der Zeit der Jäger und Sammler, als die Menschen einen "Vorrat" an Gallenflüssigkeit benötigten.

Quelle: NGZ
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