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Vater und Sohn angefahren
Nach Familienstreit in Neuss - Autofahrer stellt sich der Polizei

Was die Polizei zum Familienstreit in Neuss sagt
Neuss. Der Autofahrer, der nach einem Familienstreit am vergangenen Sonntagabend zwei Männer (23 und 58) anfuhr und schwer verletzte, hat sich am Mittwoch der Polizei gestellt. Das teilten die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Von Simon Janßen

Bei dem Mann handelt es sich um einen 31 Jahre alten Düsseldorfer. In seiner Vernehmung schilderte er, dass er Sonntagabend mit dem Mercedes auf der Kaarster Straße unterwegs gewesen sei, als er von einem anderen Fahrzeug gestoppt wurde. Im Anschluss hätten mehrere Männer, die ihm persönlich bekannt seien, auf den Mercedes eingeschlagen und ihn aufgefordert, auszusteigen. Der 31-Jährige habe sich dann zur Flucht entschlossen. Hierzu habe er den Wagen vor- und zurückgesetzt, um sich aus der Situation zu befreien, so dass er – seinen Angaben zufolge – niemanden bewusst mit dem Wagen angefahren oder verletzt habe.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wertet die Tat vorläufig als gefährliche Körperverletzung. Haftgründe liegen nach aktueller Einschätzung nicht vor. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen weiter davon aus, dass ein Streit innerhalb der Familie zu der Auseinandersetzung führte. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Da ein versuchtes Tötungsdelikt zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, richtete die Polizei noch am späten Sonntagabend eine Mordkommission ein. Die Polizei fahndete in diesem Zusammenhang nach einem schwarzen Mercedes, der vom Tatort geflüchtet war.