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Foto veröffentlicht
Polizei sucht Täter nach Überfall auf Neusser Tankstelle

Neuss: Polizei sucht Mann aus Dormagen nach Überfall auf Tankstelle
Dieses Bild hat die Überwachungskamera der Tankstelle am 24. Oktober 2015 während des Überfalls aufgenommen. FOTO: Polizei Rhein-Kreis Neuss
Dormagen/Neuss. Im vergangenen Oktober wurde in Neuss-Grimlinghausen eine Tankstelle überfallen. Die Polizei sucht noch immer nach dem Täter und hat nun ein Foto veröffentlicht. Der Mann soll mutmaßlich aus Dormagen kommen.

Für die Kriminalpolizisten sind die Aufnahmen der Video-Kamera recht deutlich. "Wer den Mann kennt, der wird ihn darauf auch erkennen", ist sich Carsten Moldenhauer, Hauptkommissar bei der Kreispolizeibehörde und dort zuständig für Raubdelikte, sicher. Und das ist auch der Grund, warum er und sein Team am Dienstag auf der Kölner Straße in Dormagen von Geschäft zu Geschäft gegangen sind, um die Inhaber zu bitten, Fahndungsplakate aufzuhängen.

Hinweise, auf die die Kriminalisten nicht näher eingehen wollten, hätten den Schluss nahegelegt, dass der Mann, der am 24. Oktober des vergangenen Jahres gegen 21.45 Uhr eine Tankstelle an der Norfer Straße in Grimlinghausen überfallen hatte, "aus dem Bereich Dormagen-Mitte" stamme. Und Dormagen-Mitte wird nun plakatiert. Die erste Aktion dieser Art übrigens im Dormagener Stadtgebiet, wie Polizeisprecher Hans Kalinowski sagt. "Aber eine in Neuss und Grevenbroich bereits mehrfach erfolgreich erprobte", fügt er hinzu.

Moldenhauer ist überzeugt, dass der Täter, sollte er denn in Dormagen wohnen, auf diese Weise gefasst wird. "Er hat gedacht, dass seine Vermummung ihn unkenntlich macht, doch das ist definitiv nicht der Fall. Augen, Augenbrauen, Nasenansatz, Hände und Statur sind gut zu erkennen", sagt der Hauptkommissar.

Beschrieben wird der Mann als 18- bis 25-Jähriger, 1,75 bis 1,85 Meter groß, schlank, er sprach hochdeutsch, trug eine schwarze Lederjacke mit Stoffbesatz am Kragen, eine graue Hose und weiße Schuhe.

Nicht in jedes Geschäft gehen die vier Beamten, eher in die, die auch von jüngeren Menschen genutzt werden. "In der Regel weigert sich keiner, solch ein Plakat aufzuhängen", sagt Moldenhauer. Manche kleben es selber in ihr Schaufenster, andere lassen das die Polizisten machen. Ausgedruckt haben die Beamten die Plakate in unterschiedlichen Größen. Am Ende des Vormittags ist die Innenstadt voll mit dem Aufruf "Wer kennt die abgebildete Person?".

(lsa)
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