| 19.17 Uhr

Wohnung in Neuss
Randalierer droht Einsatzkräften mit dem Tod

Neuss. Ein psychisch kranker Mann hat die Scheiben seiner Neusser Wohnung eingeschlagen und Gegenstände auf die Straße geworfen. Die Polizei beschreibt ihn als "hochaggressiv", jetzt ist er in einer Spezialklinik untergebracht. Von Simon Janssen

Die Einsatzkräfte waren am Mittwochmorgen nach Holzheim an die Münchener Straße gerufen worden. Anwohner alarmierten die Polizei zunächst um 8.30 Uhr wegen verdächtiger Geräusche aus einem benachbarten Mehrfamilienhaus. Es habe geklungen, als ob jemand sein Mobiliar zerschlägt. Auch Scheibenklirren wurde nach Angaben der Polizei gemeldet. Vor Ort trafen die Beamten auf einen 26 Jahre alten Mann, der in seiner Wohnung randalierte. Wie die Polizei mitteilte, schlug er Scheiben ein und warf mehrere Gegenstände auf die Straße.

Wie Polizeisprecherin Daniela Dässel auf Nachfrage unserer Redaktion sagte, handelte es sich dabei um diverse Dinge aus dem Haushalt. "Er warf alles auf die Straße, was er in die Hände bekam", so Dässel. Darüber hinaus drohte der 26-Jährige, unter anderem die Einsatzkräfte umbringen zu wollen. Auch ein Fahrzeug sei beschädigt worden. Laut Dässel befand sich der Mann zum Zeitpunkt des Einsatzes alleine in seiner Wohnung, die die Einsatzkräfte stark verwüstet vorfanden.

Verstärkung durch Spezialkräfte

Nach Sichtung der Lage riefen die Beamten aus Neuss Spezialkräfte aus umliegenden Behörden hinzu. Um eine Gefährdung unbeteiligter Personen auszuschließen, sperrte die Polizei umliegende Zufahrtswege.

Um 10 Uhr überwältigten Spezialkräfte der Polizei den 26-Jährigen. Anschließend wurde die Einweisung des stark verwirrten Mannes in eine psychiatrische Fachklinik veranlasst. Verletzt wurde bei dem Vorfall nach aktuellem Stand niemand.

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Nach Angaben von Dässel gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass der psychisch kranke Mann unter Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Vorbestraft sei er auch nicht. Jedoch habe es in der Vergangenheit bereits einen Polizeieinsatz bei ihm gegeben. "Damals ging es um Ruhestörung", so die Polizeisprecherin.

Quelle: NGZ